Crematory - Oblivion (2018) 14.04.2018 - 16:48 
Crematory - Oblivion (2018)

Seit 25 Jahren sind die Gothic Metaler von Crematory nun schon musikalisch unterwegs und sich selbst im Kern immer treu geblieben. Die mittlerweile zu einem Sextett  formierte Band, die erst seit dem letzten Album auf eine zweite Gitarre setzt, scheint gefühlt immer besser zu werden. "Oblivion" klingt wie ein brachialer Mix aus Metalcore meets Symphonic, meets Gothic & Epic Metal, ohne dabei die nötige Härte vermissen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Fette Growls mischen sich (im Gegensatz zum reinen Metalcore Genre) ausgewogen mit melodischen Gesang und harten Riffs. Die 13 Songs sind allesamt stramme, aber melodische Midtempo Groover die richtig Laune machen. Ausfälle gibt es nahezu keine, was der geneigte Kritiker vielleicht wieder anders sehen mag, denn nicht immer alle Werke stießen auf große Gegenliebe und manch einer ging hart mit Album XY ins Gericht. Das soll an dieser Stelle aber natürlich keine Rolle spielen. Der Metal ist vielseitig, der Gothic auch, letztendlich bleibt es eine Frage des Geschmacks und "Oblivion" gefällt durchgängig von Anfang bis Ende. 

Das treibende "Until the Dawn", der Titeltrack "Oblivion" oder "Cemetery Stillness" sind nur ein paar genannte Highlights des neuen Longplayers, die man sich als Anspieltipps auf jeden Fall merken sollte. Auch die sehr melodischen Nummern wie "Salvation", "Revenge is Mine" oder die Halbballade "Stay with me" funktionieren hingegen manch einer Kritik ganz hervorragend. Dem Song "Immortal" wurde unlängst ein Vergleich mit Edguy in Dark abgesprochen, was meiner Meinung nach aber ziemlich aus der Luft gegriffen ist. 

Man könnte allerdings dem einen oder anderen Song vorwerfen, etwas ZU melodisch geraten zu sein - Man könnte...!  An Abwechselung sollte es jedenfalls nicht mangeln. Crematory Fans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen und das sollte schon ausreichen, um weitere Alben dieser Art in die Welt zu drücken.  Schließlich muss The "Demon Inside" definitiv noch öfter auf die Bretter geschickt werden.

Unterm Strich ein sehr melodisches aber auch düsteres Riff Gewitter, was die Band uns in diesem Jahr bescherrt. Abwechselungsreich und mit der ordentlichen Würze an Härte und Melodic versehen, macht "Oblivion" eine gute Figur und kann definitiv als Kaufempfehlung ausgesprochen werden. 

The Count für Radio Rock


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