Chris Bowes und seine verrückte Piraten Kapelle von „Alestorm“ gehen mittlerweile in ihre siebte Runde. Passend dazu behält sich der Album Titel zumindest scheinbar zwei Anspielungen vor. Einmal zum siebten Studioalbum ansich und über eine „Iron Maiden“ Ableitung von „Seventh Son of the Seventh Son“ lässt sich ebenso spekulieren. Fakt ist allerdings auch, das Album Nummero 7 nicht mehr ganz so zündet wie seine Vorgänger. Für meinen Geschmack zündet der Fun Faktor diesmal nur wenig, obwohl musikalisch eigentlich wieder alles geboten wird. Man muss sich aber auch den Kritikpunkt gefallen lassen, das „Alestorm“ zwischen Nintendo Gedudel und „Yoho, Haha“ Pirate Folk Metal eine gewissen Sättigung erreicht und keine sonderlichen Überraschungen an Bord zu haben. Selbst die Bonus Disc for Dogs, die es schon mal zum 5ten Album gab und wiederum sehr spaßig ist, wirkt in anderer Hinsicht ebenfalls einfallslos. Denn leider ist die Bonus Disc schon das lustigste am ganzen Album. Man muss sich also zurecht fragen, ob „Alestorm“ diesmal einen Schnellschuss hingelegt haben, oder sich leichte Abnutzungserscheinungen des eigenen Stils bemerkbar machen. Man könnte auch sagen, man hat sich einfach zu sehr dran gewöhnt, jedoch wäre meiner Meinung nach selbst dann das Album besser geraten, auch auf die Gefahr hin, immer wieder den selben Brei serviert zu bekommen. Ja, den bekommen wir im Grunde ja auch, aber der war schon einmal wesentlich stimmiger als wie auf „Seventh Rum of a Seventh Rum.“ Mich persönlich hat nämlich keiner der Songs so wirklich abgeholt, obwohl eigentlich alles fast wie immer ist. Es bleibt aber der Faktor bestehen, das irgendetwas wesentliches fehlt und somit ist der 7te Streich leider nur Durchschnitt.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.