Nachdem die Kanadier von „Skull Fist“ mit ihrem dritten Album dem Speed Metal völlig entsagten und eine herbe Enttäuschung ablieferten, kann das neue Werk „Paid in Full“ wahrlich vieles wieder gut machen. Wer jedoch hier ein absolutes Speed Metal Album erwartet, wird abermals enttäuscht werden. Zwar haben sich „Skull Fist“ scheinbar wieder ihrer alten Stärken besinnt, beschallen jedoch weiterhin zum größten Teil den Klassischen Heavy Metal. Jedoch gelingt es ihnen ziemlich gut, immer wieder die Brücke zu den alten Wurzeln zu schlagen und präsentieren ein Album, das einen gesunden Mix aus Heavy und Speed bietet und obendrein auch noch zu überzeugen weiß.

Der Opener „Paid in Full“ wäre in den 80er Jahren sicher ein Hit geworden. Ein schnörkeloser, starker und melodischer Metal Song, der Laune macht. „Mit Long Live The Fist“ wird das Tempo erhöht und „Skull Fist“ nähern sich den alten Schuhen. Zwar nicht mehr so wild wie früher, dafür mit mehr Melodic und Qualität. Diesen Mix scheint man einzuhalten. Während „Crush Kill Destroy“ wieder einen typischen Metal Song darstellt, schreddert „Blackout“ ordentlich in Speed Metal Manier. Epic Metal in Form von „Madman“ gibt es ebenfalls zu belauschen. Nachdem man mit „For the Last Time“ ausnahmsweise mal eher im Durchschnitt agiert oder metal’t, beenden die Kanadier das Album mit 2 schnelleren Nummern. „Heavier than Metal“ und „Warriors of the North“ agieren wohl beide ziemlich an der Grenze von Heavy und Speed. So richtig weiß man nicht, was es nun sein soll, aber Spaß macht das Ganze trotzdem.

Unterm Strich ein gelungenes Album, das sich diesmal wieder durchaus hören lassen kann. Speed Metal Fans werden allerdings erneut enttäuscht und vielleicht sollte man sich auch von dem Gedanken verabschieden, das die Band je nochmal den alten Hochgeschwindigkeitsmetal abliefern wird. Auch wenn ich es mir wünschen würde. Mit der vorliegenden Mixtur kann man allerdings gut leben. „Paid in Full“ überzeugt als Metal Album im Retro Flair und funktioniert wahrscheinlich noch besser, wenn man den Bandnamen vorher ausblendet.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.