Hardcore Superstar – Abrakadabra

Ich war zwar nie ein Fan der Schweden, doch kann man sich bei „Hardcore Superstar“ immer auf souveräne Alben verlassen. Das neueste Werk das auf den Namen „Abrakadabra“ hört und mittlerweile schon das 13te Studioalbum des Quartetts darstellt, weiß vorallem durch melodischen Touch zu überzeugen, wenn auch der Platte leider in der zweiten Hälfte die große Qualität abhanden geht. Dabei geht es richtig fetzig los. Der Titeltrack macht derbe Laune. Mit seinem schweren Riffing, starken Chorus, dem schön sleazigen Gesang und einem ordentlichen Rhytmus haben sich „Hardcore Superstar“ das Beste direkt an erster Stelle gesetzt. Der Nachfolger „Influencer“ ist ähnlich gelungen, wenn auch nicht ganz so stark wie der Opener. Eingängiges Riffing, geht ins Ohr, passt. „Forever and a Day“ ist so ein typischer Rocker, der auch aus den spät 80ern oder frühen 90ern hätte stammen können. Eingängig, laut, bleibt hängen. In „Weep When You Die“ geht es zwar insgesamt etwas sachter zu, ändert aber nichts daran, das auch dieser Song wieder im Kopf bleibt. Eigentlich ein perfekter Start für dieses Album, der allerdings mit „Give Me a Smile“ den ersten mehr oder weniger Album Track bekommt. Trotz enorm Heavy Rock Attitüte, fehlt hier das gewisse Etwas. Etwas besser gelungen ist „Catch Me If You Can“, der im Rhytmus an einer dieser Onkelz Klassiker erinnert. Wirklich überzeugend kommt schließlich „One for All“ daher. Ein perfekter Stadionrocker der nicht nur das Gaspedal durchdrückt, sondern auch wieder Sleaze Rock der besten Sorte liefert. Über Mit „Dreams in Red“ oder dem Arkustik Rausschmeißer „Fighter“ werde ich auch nicht so richtig warm. Ähnlich wie bei den vorher genannten, kritischen Songs, fehlt hier einfach das Salz in der Suppe. Dafür funktioniert „Throw a Brick“ als Melodic Rock Song ganz hervoragend.

Unterm Strich ein sehr gelungenes „HCS“ Album, mit leichten Schwächen in der zweiten Hälfte, die aber leicht zu verschmerzen sind. Die Band hat dafür so einige, richtige Kracher auf „Abrakadabra“ gelassen, die für sich schon eine wahre Freude sind. Gutes Teil, kann man essen! …oder kaufen. 😉

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.