Die Britische Power Metal Band „Serious Black“ scheint langsam wirklich Fahrt aufzunehmen. War schon der Vorgänger „Suite 226“ ein ordentliches Werk, besticht auch das neue Album „Vengeance is Mine“ mit bisher ungewohnten Qualitäten. Dafür hat es auch lange gebraucht. „Vengeance“ ist mittlerweile das 6te Studioalbum der Band, welche mich erst ab Nummer 5 auch wirklich überzeugen konnten. Nebenbei hat sich auch das Besetzungskarussell gedreht. Der langjährige Sänger „Urban Breed“ hat die Kapelle mittlerweile verlassen und das ist mir gesanglich überhaupt nicht aufgefallen. Neu Frontmann „Nikola Mijic“ klingt wie eine fast 1:1 Kopie des Originals, die aber noch deutlich mehr Potential mitbringt. Ebenfalls hat sich in Punkto Härte etwas getan, wenn man auch nicht gerade die Hütte abreißt, was ohnehin nicht passend wäre, aber etwas weniger weichgespühlt ist schon mal ein positiver Ansatz.

Der Melo-rockige Auftakt „Rock with us Tonight“, das italienisch Symphonic Geklimper „Senso Della Vita“  oder die Ballade „Ray of Light“ entschlüsseln „Vengence is Mine“ als ein durchaus vielseitiges Album. Abgerundet wird dieses durch das schön riffbetonte „Soul Divider“, oder der Power Metal Hymne „Soldiers of Eternal Light“, sowie die Klavier und Rock’n’Roll Riff Ballade „The Story.“ Als hätten „Serious Black“ damit nicht schon alles an Bord, was es für ein gutes Album braucht, legen sie mit weiteren Hymen ala „Queen of Lies“,  „Album of our Life“, „Alea lacta Est“, „Out of the Ashes“ und „Fallen Hero“ nochmal gewaltig nach. Unglaublich wie sich die Band gewandelt hat. Bis auf zwei schwache Tracks, ist das aktuelle Album ein Durchgangs-Ohrwurm.

Unterm Strich haben sich „Serious Black“ endgültig als ernstzunehmende Power Metal Band durchgesetzt. Dabei stellt das neue Werk „Vengeance is Mine“ den derzeitigen Höhepunkt dar. Wenn die Briten auf diesem Niveau weiter machen, haben sie besser spät als nie endlich einen ordentlichen Stil gefunden. So kann es gerne weiter gehen.

 
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