Bei „Sabaton“ weiß man nie so wirklich was man bekommt. Besonders in den letzten Jahren, nachdem sich die Besetzung ordentlich durchgerüttelt wurde. Seither schwankt die dargebotene Qualität von außerordentlich gut, bis hin zu gewollt und nicht gekonnt. Das neue Werk „The War To End All Wars“ reiht sich leider mal wieder in letztgenannter Riege ein. Hatte man erst noch mit dem Vorgänger „The Great War“ einen richtigen Leckerbissen abgeliefert, verfällt das aktuelle Album wieder einmal in eine Art Schnellschuss Produktion. Die meisten Songs wirken nur halbfertig und nicht zu Ende gedacht. Kaum ein Titel bleibt im Ohr hängen, von „Soldier of Heaven“ einmal ab. Der Rest kann einfach nicht wirklich überzeugen. Dazu wirkt die Platte auch noch einen ganzen Tacken mehr weichgewaschen, als „Sabaton“ eh schon sind. Eine sonderlich harte Spielweise hatten sie ja eh noch nie, doch bekommt man zunehmend den Eindruck, das „The War To End All Wars“ schon fast ein Pop Metal Vehiekel ala „Battle Beast“ darstellt. Auch inhaltlich dudelt man erneut im ersten Weltkrieg herum und entwickelt damit nichts neues. Das ganze ist uninspiriert und kitschig, allem voran aber langweilig, weil „Sabaton“ einfach keinen Drive in das Album bekommen. Das Die Band es wesentlich – ja sogar bei weitem besser kann – haben sie oft genug bewiesen. Leider beweisen sie aber auch häufig das Gegenteil. Das ist bei der eigentlichen Qualität der Band schon etwas schade, das man immer wieder mal so einen fast-Rohrkrepierer auf die Ohren bekommt. Böse Zungen behaupten sogar, das dieses Album der Sargnagel für alle weiteren „Sabaton“ Alben sein könnte. Nun, das bleibt noch abzuwarten, denn meist überraschen uns die Schweden immer wieder dann, wenn sie zuvor eine schwache Leistung hingelegt haben.

Unterm Strich ein Album zum vergessen. Keine Inspiration, keine musikalischen Highlights, inhaltlich nichts neues und musikalisch läuft es auch auf Sparflamme. Das war leider nichts. 1 – 2 Songs retten „The War To End All Wars“ vor einem Desaster.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.