Nachdem der erste Teil „Staub und Tränen – Aus der Asche“ von „Krayenzeit“ erstmals nicht so toll gewesen war, lag die Hoffnung natürlich auf den Nachfolger „Staub und Tränen II – Zurück ins Licht“, welcher auch zugleich das Ende der Band einleutet. Etwas wehmütig ist die Hörprobe schon, wenn man bedenkt, das von der Band in Zukunft nichts mehr erscheinen wird. „Krayenzeit“ haben über die letzten Jahre die Mittelalter Szene derart bereichert, wie kaum jemand anderes. In 7 Jahren Bandgeschichte sind 6 Studioalben erschienen, die fast alle etwas besonderes waren. Nun liegt der endgültige Abschluss vor und „Staub und Tränen II“ macht alles richtig, was der Vorgänger falsch gemacht hatte. Flott, rockig, „Krayenzeit“ – einfach alles was man von ihnen erwartet. Los geht es mit „Fortuna“, einem typischen Opener für diese Band, der sich gleich im Ohr verwurzelt. Der Titeltrack „Incantatem – Staub und Tränen II“ und vorallem das tanzbare „Diese Nacht ist unserer Tag“ haben gleich alle Hoffnungen beflügelt. Spätestens hier war klar, das „Krayenzeit“ ihre Klasse wiedergefunden haben. „Die 7. See“ oder „Kriegerin“ stehen im Nichts nach und die Arkustik Ballade „Ich will, dass ihr tanzt!“ erzeugt genau das im Sinne der Aussage. Auch hier kommt wieder etwas Wehmut auf. Der Song ist inhaltlich ein Abschied an die Fans und hätte vielleicht eher an den Schluss des Albums gepasst, doch da kommen ja noch einige mehr. Mit „Medusa“, „Dezemberstern“ und „Teufelsgeiger“ geht die musikalische Reise weiter, wobei mir letzterer nicht so zusagt. Für den Abschluss hat man „Lichterfest“ gewählt. Die Ballade beendet schließlich ein tolles Album und eine tolle Band Karriere.
Es ist nun soweit. „Krayenzeit“ verabschieden sich und haben uns nochmal ein schönes Album aufgelegt. Danke für 7 tolle Jahre mit euch. Eure Band wird man sicherlich nicht mehr so schnell aus der Szene vergessen, aber wahrlich sehr stark vermissen. Macht es gut ihr Krayen, zu eurer Musik werden wir weiter tanzen.

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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.