Die Tschechen von „Dymytry“ waren für mich so eine Zufallsentdeckung beim Youtube surfen und so musste ich nach einigen Single Scheiben auch in das Gesamtwerk reinhören. Maskentragende Musiker ala „Slipknot“ die knackig, groovigen Power Metal zelebrieren, konnte ja nicht verkehrt sein. Allerdings war das Gesamtwerk dann doch nicht ganz so D’accord mit meiner Erwartungshaltung. Diese hatte ich vielleicht doch etwas zu hoch angelegt.

Der Titeltrack und Opener „Revolt“ beinhaltet alles was ein kerniger Power Metal Song braucht. Schnelle, kernige Riffs, top Refrain, passt! Selbiges trifft vorallem auch auf „Stronger“ zu, „300“, „Never Gonna Die“, „Rise and Shine“ und „Awaking the Monster“ bleiben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Was kann die zweite Hälfte? Mit „Until the World Knows Why“ und „Touchdown“ folgen zwei melodisch, treibende Nummern und das Industrial Metal artige „Tick Tock“, das teilweise durch „Fear Factory“ Drums & Riffs überzeugt, weiß ebenfalls zu gefallen. Weiterhin reihen sich der Melodic Metaller „Hope“ und das etwas wuchtigere „Chernobyl 2.0.“ in die Riege der guten Tracks ein. Lediglich das „Rockwell Cover „Somebody’s Watching Me“ hätte nicht unbedingt sein müssen. Zwar hat man hier schon in einem fremden – nämlich im Pop Genre – gewildert, was ich immer für die absolut bessere Variante im Covern halte, dennoch kann mich jenes nicht überzeugen.

Unterm Strich reißt die zweite Hälfte „Revolt“ aus dem Mittelmaß und bestätigt immerhin das „Dymytry“ auf dem richtigen Weg sind. Wenn die Band zukünftig noch konsequenter in ihrem Schaffen wird, prophezeihe ich ihnen durchaus den Status zu erlangen, den „Five Finger Death Punch“ heute inne halten, ohne diesen mMn je verdient zu haben.

 
Über Bob Rock 366 Artikel
Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.