Eigentlich haben die „Supernova Plasmajets“ alles was es für eine tolle Glam Rock Band braucht. Den Sound der 80er Jahre beherrschen sie tadellos und die Sängerin „Jennifer Crush“, welche sich mit ihrem Künstlernamen einen gelungenen Spaß erlaubt, überzeugt mit einer wahnsinnig guten Stimme. Vor 40 Jahren hätte diese Band mit Sicherheit Erfolge gefeiert. Auch das Debüt Album hatte einige, richtig starke Momente, doch was der Band für meinen Geschmack noch fehlt, ist einfach die Konstanz. Das damalige und auch das aktuelle Album sind sehr durchwachsen. Zwischen einer Handvoll toller Hits und Hymnen, haben sie einfach zuviel langatmiges Material, welches mir den Spaß am gesamten Album etwas zunichte macht. Den bisher besten Song der „Supernova Plasmajets“ haben sie gleich zu Beginn mit drauf gepackt. „Beggin'“ ist die totale 80er Jahre Hymne schlechthin. Ich mag diesen Song wirklich sehr. Der Titeltrack „Now or Never“ ist fast genauso stark und die traumhaft kitschige Synthie Melodie in „Lonely Hearts in the Night“ hat es mir nicht weniger angetan. Dazu ist auch noch das „Taylor Dayne“ Cover „Tell it to my Heart“ sehr gelungen wie ich finde. Leider kann der Rest des Albums nicht mehr daran anknüpfen, was ich enorm schade finde. Die Band hat soviel Potential, was sie aber auf ihren bisherigen Studioalben einfach noch nicht umgesetzt bekommen. Vielleicht wird das ja noch beim nächsten mal. Bis dahin bleiben eine gute Handvoll Songs, die auf einem Album vereint, ein besseres Bild ergeben hätten. So bleibt „Now or Never“ auch nur Durchschnitt.

 
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.