„Omnium Gatherum“ waren für mich in den letzten Jahren, der Überraschungsfaktor im Melo Death Sektor. Epische Meisterwerke waren nicht gerade selten auf „Beyond“ (2013), „Grey Heavens“ (2016) und „The Burning Cold“ (2018). Nun folgt mit „Origin“ das nächste Werk der Finnen, welches die Erwartungshaltung natürlich automatisch in die Höhe schraubte. Leider kann das aktuelle Album bei weitem nicht auf dem gleichen Niveau mitspielen. „Origin“ wirkt durchwachsen und etwas zu unterfordert. Dabei scheint alles im gewohnten Schema zu beginnen. Das Epic Intro „Emergence“ lässt bereits Metal Herzen höher schlagen. Der konsequente Opener „Prime“ weiß ebenso zu begeistern, wie das pompöse „Paragon.“ „Reckoning“ besticht mal durch einige frische Klänge und kann für Abwechslung sorgen, doch danach verfällt die Scheibe zunehmend in die Belanglosigkeit. Lediglich das fetzige „Solemn“ kurz vor Schluss, rettet „Origin“ in die Durchschnittswertung. Da wäre vorallem nach all den letzten Jahren wesentlich mehr drin gewesen. Die Ansätze und 4 saustarke Songs, versauern unter dem restlichen Füllmaterial. Hoffen wir mal, das die kleine Schwäche mit dem nächsten Album wieder ausgeglichen wird, denn unterm Strich ist das einfach viel zu wenig, für so eine grandiose Band.

 
Über Bob Rock 366 Artikel
Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.