Das ist schon etwas verwunderlich. Ex „Battle Beast“ Gitarrist gründete „Beast in Black“ einst um dem Symphonic Pop Metal seiner ehemaligen Band zu entkommen, welche seit dem Ausstieg von Nitte Valo und dem Beginn der Ära Noora Louhimo begann. Mit ihrem pompösen Debüt „Berserker“ bescherrte Kabanen uns einen wahren Kick Ass in Richtung seiner alten Kapelle. Gute Vorzeichen eigentlich, um daran fortzusetzen. Leider wirkte der Nachfolger „From Hell With Love“ dann auch nur noch wie eine Kopie von „Battle Beast.“ Zuviel Pop, zuviel Keyboard, zu sehr auf 80s Hit Faktor getrimmt. Ein Gedudel das verdammt schnell nervt und eher zur Verwässerung als eine Verbesserung beiträgt. Es stellte sich nun schließlich die Frage, wie das dritte und aktuelle Werk denn klingen mag. Die Antwort ist schnell gegeben. „Dark Connections“ siedelt sich irgendwo in der Mitte der beiden Vorgänger an. Man hat wieder mehr auf Härte, als auf reine Popkultur gesetzt, was Kabanen’s Band durchaus zugute kommt. Allerdings scheint sich jener Faktor auch häufig zum negativen auf das vorhandene Songwriting auszuwirken. „Dark Connections“ bietet einfach ungewohnt zuviele Album und Füllertracks. Ohrwürmer sind daher auch eher rarer gesäht, als gewohnt.

Dabei beginnt die Platte recht stark. Der Opener „Blade Runner“, das wuchtige „Bella Donna“, oder das Hymnenartige „Highway to Mars“, welches auch gut auf dem Vorgänger hätte Platz gefunden haben können, dort allerdings weniger Rifflastig. Songs wie „One Night in Tokyo“ oder „Moonlight Rendezvous“ wirken widerum zu Poplastig, darüber trösten auch kaum die markanten Gitarren hinweg und das „Manowar“ Cover „Battle Hymn“ hätte auch nicht sein müssen. Ebenso ist die Kopie von „Michael Jackson’s“ „They Don’t Care About Us“ nicht gerade von Kreativität geprägt. Insgesamt mehr Rückschritt als Fortschritt. Als schöner Melo-Heavy-Hit erweißt sich ansonsten noch „Broken Survivors“ als durchaus gelungen. Der Rest des Albums ist eher von Füller Tracks geprägt.

Unterm Strich ist das etwas zuwenig. Von 13 Songs, kann ich gerade ganze 4 etwas abgewinnen, der Rest ist eher zum abgewöhnen. Allerdings muss man „Battle Beast“ zumindest dahingehend loben, das sie aus ihren Fehlern des Vorgängers größtenteils gelernt zu haben scheinen. Ansonsten besteht aber noch gewaltig Luft nach oben.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.