Für mich DIE Metal Überraschung aus Indien! Ja ihr habt richtig gelesen – Indien! Sicherlich ein für Metal exotisches Land, aber die Bands kommen ja heutzutage überall her. Umso überraschender ist dieses Werk „Force of Danger“, was gleichzeitig schon das 5te Studioalbum der Band darstellt. Wir haben es hier mit puren Oldschool Heavy Metal zu tun, der ohne große Schnörkelleien oder modernem Zeug auskommt. Zwar ist das Album mit seinen 8 Tracks für heutige Verhältnisse relativ kurz, aber genauso war es in der damaligen Zeit eben auch. Außerdem sind mir 8 knackige Metal Granaten lieber, als 16 durchwachsene Füllertracks. Glücklicherweise überzeugen „Kryptos“ eher mit ersterem. Der Opener „Raging Steel“ setzt Glaskar auf Geschwindigkeit und könnte auch glatt als Speed Metal durchgehen. „Hot Wired“ ballert durch aggressives Drumming, Riffs und Shouts direkt ins Ohr. „Dawnbreakers“ und „Thundershild“ überzeugen durch melodisches, sowie treibendes Riffing und wären in den 80er Jahren garantiert zu einem Hit geworden. Mit „Nighthawk“ kommt eine weitere, starke Knüppel Orgie daher und bei „Omega Point“ kann man förmlich den Schweiß, Bier und Lederjacken riechen. Oldschool vom Feinsten. Live sind „Kryptos“ mit Sicherheit ein Erlebnis. Der Titeltrack „Force of Danger“ hat mich schon bei der Single Veröffentlichung irre begeistert und gehört mit zu den besten Songs des Albums. Grooviger Headbang Oldschool Metaller, der keinen ruhig auf den Plätzen halten dürfte. Als Rausschmeißer fungiert „Shadowmancer“ als melodischer Heavy Groover dann auch nochmal ganz hervorragend.

Unterm Strich passen „Kryptos“ musikalisch perfekt in die Ära der Hochphase von „Judas Priest“ mitte der 80er Jahre, auch wenn die Band nicht immer auf diesem Niveau war, und für meinen Geschmack ihre Karriere eher bescheiden begonnen hatten. Über die Jahre hinweg hat sich das Fundament aber perfekt zusammen gespielt und liefert heute für alte Metal Recken wie mich, das best – positive Ergebnis. Hut ab!

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.