Helloween – Helloween

Zugegeben, die Metalwelt hat eine wichtige Band wieder in ihrer Originalbesetzung zurück bekommen. Michael Kiske und Kai Hansen spielen endlich wieder mit „Helloween“ gemeinsam auf der Bühne. Wenn man bedenkt, das die vielen Platten ohne die Beiden kaum eine Rolle gespielt haben, dann ist es umso wichtiger, das sich die Kürbisköpfe endlich wieder zusammen schließen, um an die legendäre „Keepers of the Seven Keys“ Ära anzuschließen. Die selbstbetitelte Reunion wurde im Vorfeld massig gehypt und die Erwartungshaltung automatisch massiv in die Höhe geschraubt. Vollständig gerecht geworden, sind die Hamburger ihren Hype allerdings nicht. Die neue Platte ist zwar durchaus stimmig und hat einige Hits an Bord, kann aber letztendlich nicht als das Mega Ereignis überzeugen, das man ggf. durch die massive Promotion hätte erwarten können. So ist „Helloween“ letztendlich“ – „nur“ – ein gutes „Helloween“ Album geworden, was aber auch völlig ausreicht. Nach fast 30 Jahren, sehnt man sich immerhin schon mindestens danach. Es muss nicht gleich ein Meisterwerk sein. Mit „Out for the Glory“, „Fear of the Fallen“, „Skyfall“, „Pumkins United“ und „We Are Real“, hat man dann auch gleich mal 5 obligatorische Hits an Bord. Dazu gesellen sich aggressive Headbanger Songs wie „Mass Pollution“, Indestructible“ oder „Down in the Dumps.“ „Best Time“ kann vorallem noch musikalisch punkten. Ansonsten hinterlässt „Helloween“ aber doch noch einen leicht faden Beigeschmack in Form dessen, das hier wahrscheinlich noch mehr möglich gewesen wäre. Das stellt allerdings auch meckern auf hohem Niveau dar, denn die „Pumpkins“ haben definitiv geliefert. Das sie dabei nicht Jedermann’s Erwartungshaltung befriedigen, versteht sich von selbst.

Unterm Strich kann man „Helloween“ als gutes Comeback Album verzeichnen. „Helloween“ sind eben nichts halbes und nichts ganzes, ohne ihre beiden Leader. Mögen die Kürbisköpfe die Metal Szene wieder bereichern und in Zukunft noch lange in dieser Besetzung weiter spielen. Die Weichen dorthin, sind zumindest gestellt.

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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.