Backdrive – Violent Seduction

Da wir immer wieder ein großes Herz für Newcomer, Underground und No Names haben – bitte sehr. Mit „Backdrive“ kommt eine Kapelle daher, die sich gleich mit ihrem Debüt bei mir persönlich einen gewissen Status erspielt hat. Nach mehreren Demos und EP’s nun das erste Studioalbum der Heavy Rock Band. Die 9 Songs + Intro hinterlassen einen enorm versierten Eindruch zurück. Knackige Riffs, ordentlicher Gesang, der Sound manchmal leicht progressiv und ordentlich Spaß in den Backen. Da haben die 4 Musiker gleich einen Auftakt nach Maß hingelegt, denn das Album fluppt von Anfang bis Ende. Einen Erfolg mit der Platte zu erziehlen, sollte für die Jungs daher kein Problem darstellen, denn die Band macht hier alles richtig.

„I can’t Breathe“ und „Heatwave“ untermauern auch gleich diese Behauptung. Frisch, modern und mit gut Schmackes. Die Hit Single „Scream“ legt sogar noch einen drauf. Der Hohe Gesang und die „Dicke-Hose-Riffs“ funktionieren, jeder Griff sitzt. Mit „Buried Alive“ und dem Titeltrack, der kurzzeitig vom instrumental-epischen „Collateral Disease“ unterbrochen wird, driften „Backdrive“ immer mehr in den schweren Heavy Rock, der mit melodischen Gesang ordentlich Bock’t. „Wrath of God“ und besonders „Hole of Life“ bestechen durch einen leicht düsteren Touch. Besonders der Bass macht in „Hole“ den Unterschied. Zum Abschluss kommt dann nochmal eine Remastered Version des Songs „Locked“ daher, welcher schon mal auf vorherigen Demos/EP’s erschienen ist und entpuppt sich auch obendrein noch als wuchtiger Ohrwurm.

„Backdrive“ haben ein durchweg starkes Heavy Rock Album mit Prog Einfluss abgeliefert, das enorm Lust auf mehr bereitet. Noch ist diese Band ein Geheimtipp, aber das Zeug für weitaus mehr ist absolut gegeben. Klasse Scheibe.

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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.