Bloodbound – Creatures of the Dark Realm

Nach dem großartigen “Empire War of Dragons” kehren die Schweden von Bloodbound 2021 mit “Creatures of the Dark Realm” zurück und setzen nochmal ein dickes Ausrufezeichen. Während die Band zwischenzeitlich, musikalisch vom Wege abkam, sich aber mit dem Vorgänger wieder großartig gefangen hatte, kommt jetzt ein Platte daher, die es Insich hat. “Bloodbound” kloppen hier Hits am Fließband heraus. Füller oder Langweiler sucht man vergebens. Inspiriert haben sich die Schweden dabei eindeutig an Genre Vertretern wie “Sabaton”, “Rhapsody of Fire” “Dragonforce” und “Helloween.” Gepaart mit ihren eigenen Sound, entfacht die Band ein wahres Ohrwurm Inferno, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber genau in die richtige Kerbe haut.

Der Opener und Titeltrack versetzt den Zuhörer gleich in die richtige Stimmung. Zwar hätte der Song noch etwas mehr Wumms vertragen können, aber das ist auch nur meckern auf hohen Niveau. “When Fate Is Calling” und vorallem das episch grandiose “March Into War” schwimmen ganz im Fahrwasser von “Sabaton.” Zugegeben ist letztere Hymne schon etwas dreist, biedert sich der Song doch schon sehr stark an die Kollegen der Panzer Metal Fraktion an. Jedoch gelingt “Bloodbound” auch der elegante Twist sich dennoch nicht in einer Kopie zu verirren und ihren typischen Sound aufzuziehen. Dabei kratzen sie sogar schon leicht an ihren Klassiker “Moria.” In “Eyes Come Alive” haben “Helloween” deutliche Spuren hinterlassen und bei “Ever Burning Flame” sind vorallem “DragonForce” sowie “Gamma Ray” Einflüsse deutlich heraus zu hören. “Bloodbound” tun aber auch gut daran, sich hauptsächlich auf ihre eigenen Stärken zu besinnen, so das mit “Death Will Lead the Way”, “Gathering of Souls”, “Kill Or Be Killed”, “The Gargoyles Gate”, “Face of Evil” und “The Wicked and the Weak” genug eigenständiger Stoff vorhanden ist. Dennoch haben die vielen Einflüsse auch keineswegs geschadet. Die Schweden haben schließlich überall ihren eigenen Sound vorrangig durchgedrückt und der Eigenständigkeit genüge getan.

Unterm Strich eine Ansammlung von Hits und Ohrwürmern wie man sie von “Bloodbound” aus ihren besten Zeiten kennt. Die Band ist seit den letzten Jahren wieder auf einem sehr guten weg. Bleibt nur zu hoffen, das sie in den kommenden Jahren so weiter machen, denn genau so muss guter Power Metal sein!

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.