Debauchery – Monster Metal

Alles wie immer, könne man meinen und zum zweiten mal verpackt Thommy Gurrath alle seine Drei Bands in einer 3-Disc LP. „Monster Metal“ vereinen abermals „Debauchery“, „Balgeroth“ und Blood-God“ in einem Digipak und machen kaum weniger Spaß, als der Vorgänger „In der Hölle spricht man Deutsch.“ Bei den „AC/DC of Death“ bleibt alles beim gewohnten Schema. Blut, Gemetzel, Tot und alles für den Blutgott. Dieser Käse ist wie üblich ziemlich flach, macht aber vorallem durch seinen Groove immer wieder Spaß. Zusätzlich hat man für den Song „Bloodking“ sogar noch Ex „Judas Priest“ Sänger Tim „Ripper“ Owens angagieren können. Das fällt zwar kaum auf und bietet nicht wirklich einen Mehrwehrt, dennoch wummert die Nummer ordentlich. Als weitere Anspieltipps seien „Skull Mountain“, „Debauchery Warmachine“, „Metal to the Bone“, „Monster Metal“ und „The Godmachines March to War“ genannt. Bei „Balgeroth“ wiederholen sich üblicherweise die gleichen Klänge, allerdings mit anderen und Deutsch ge’growl’ten texten. Das ist auch ein Grund, warum das Trio als „Balgeroth“ oftmals einen ganz besonderen Fun Faktor besitzt, weil man den Quatsch in heimischer Sprache gröhlt. „Blutgott“ ist einfach nur fett! Flach aber fett. Wahnsinns Riffing, bekloppter Text. Mit etwas Augenzwinkern, ein riesen Spaß. Bei der „Belagerung von Knochenheim“ ist Vollgas angesagt und „Böse bis ins Blut“ ist mal wieder ein ähnlicher Knaller, wie „Blutmusik“ vom Vorgänger. Ebenso grooved das „Drachenungeheuer“ als weiteres Highlight. Da ich „Blood-God“ als schwächstes Glied in der Kette ansehe, wird die dritte CD hier nicht weiter besprochen. Gurraths Zugpferde sind eindeutig in „Debauchery“ und „Balgeroth“ zu finden.

Unterm Strich wieder derbe, bekloppte und mächtig wummernde Kost, wie man sie von „Debauchery“ gewohnt ist. Diese 3-Disc Vermarktung aller Band Projekte scheint zur Masche zu werden, stört aber nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Einzig die „Balgeroth“ Songs waren beim letzten mal noch etwas stärker und in mehr Fülle enthalten, aber sei es drum. Die Platte macht wieder Spaß, das ist die Hauptsache.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.