Steel Fox – Red Snow

Die Südamerikaner von „Steel Fox“ melden sich mit ihrem zweiten Album „Red Snow“ zurück, welches ein weiteres mal, eine Knüppelharte Power & Speed Metal Granate darstellt. Die 10 aktuellen Songs kommen gewohnt wie ein Dauerfeuer daher, schwächeln aber weiterhin an der gesunden Portion Melodic in den einzelnen Songs. Das mag natürlich Geschmackssache sein, jedoch fehlt für meinen Geschmack das I-Tüpfelchen auf der sonst sehr knackig produzierten Scheibe. Gerade der Opener „Dreams of the Innocent“ hätte davon einiges vertragen können. „Blades of Revenge“ hingegen ist einzig dafür gemacht, ordentlich zu ballern und das tut der Song auch gewaltig. Erst im dritten Anlauf klappt die Gesamtmischung. Mit „Requiem for a Murderer“ wurde alles richtig gemacht. Wenn „Steel Fox“ in diesem Schema weiter verfahren würden, könnten sie meiner Meinung nach leicht im oberen Fahrwasser mitschwimmen. Leider lässt das auf „Red Snow“ weiterhin zu Wünschen übrig. „Hellish March“ und der Titeltrack donnern zwar, wie ein Ungeheuer, gerade aber letztgenannter wirkt dabei ziemlich Seelen und Inspirationslos. „Raging Tides“ ergeht es da kaum anders, zumindest funktioniert „The Man Without King“ wieder Ansatzweise. Trotzdem aller Wucht, bleiben „Steel Fox“ am Ende einfach mehr im Thrash Metal hängen, als im Power & Heavy Bereich. „City of Hell“, „The Clash of Worms“ und auch zum Schluss „Night People’s Curse“ – alles knallt und schmettert das es eine wahre Freude ist, aber als Power Metal Band haben „Steel Fox“ irgendwo ihr Genre verfehlt. Auf Thrash Metal Basis, kommen die Südamerikaner deutlich besser davon. Die Frage bleibt jedoch, als was man „Steel Fox“ letztendlich sehen will.

Unterm Strich hat mir der selbstbetitelte Erstling wesentlich besser gefallen. „Red Snow“ krankt an dem Faktor, zu sehr eine Thrash Metal Scheibe abgeben zu wollen. In diesem Punkt funktioniert das Album zwar wirklich hervorragend, doch hat man eigentlich etwas anderes erwartet. Wer widerum keinerlei Erwartungen hat und sich darauf einlässt, wird gut unterhalten, jedoch sollten „Steel Fox“ sich auch mal entscheiden, welches Genre sie Hauptamtlich bedienen wollen.

 
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.