Motorjesus – Hellbreaker

Wie ein geballter Bezintank kamen “Motorjesus” aus Gladbeck einst 2004 auf die Bretter dieser Welt geschossen und sind seitdem nicht nur ein fester Bestandteil der Hard und Heavy Rock Szene, sondern auch ein sich ständig steigernder 6-Saiten Katalysator. Zwar agiert die Band für meinen Geschmack etwas melodischer als vorher, ohne aber jedoch einmal an Härte und ordentlich Schmackes einzubüßen. Der Opener “Drive Through Fire” oder das darauf folgende “Battlezone” sind das beste Beispiel hierfür. Mittlerweile haben aber auch traditionelle Bands ihre Spuren im “Motorjesus”-Sound hinterlassen. Diese sind mittlerweile an allen Ecken und Kanten wahrnehmbar. Eine durchaus angenehme Entwicklung, welche die Band in den letzten Jahren hingelegt hat. Diese trägt vor allem dazu bei, das in jedem Song das Tempo hochgehalten wird. “Beyond the Grave”, “Dead Rising” und “Firebreather” drücken Melodic & Heavy Rock in Perfektion auf die Lauscher, während man bei “Car Wars” eher nur aufs Gaspedal drückt. Dennoch fällt “Hellbreaker” zum Ende hin etwas ins Mittelmaß. “Lawgiver” und “Black Hole Overload” sind bestenfalls “nur” gute Albumtracks. Glücklicherweise funktioniert der bissige Rausschmeißer “Back to the Bullet” wieder ganz ordentlich, so das sich “Motorjesus” kaum etwas vorzuwerfen haben.

Unterm Strich stellt “Hellbreaker” wieder ein stimmiges und wuchtiges Heavy Rock Album dar. Dazu mit ordentlich Melodic gepaart und dem nötigen Drive ausgestattet, bleiben “Motorjesus” auch im Jahre 2021 ein heißer Kandidat auf dem Plattenteller.

 
Über Bob Rock 329 Artikel
Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.