Bodom After Midnight – Paint the Sky with Blood

„Children of Bodom“ standen in den letzten Jahren unter keinem guten Stern. Musikalisch erreichte die Band nie wieder die Klasse der ersten Drei Alben. Nachdem sich schließlich die Band splittete und die ehemaligen Mitglieder nach einem Rechtsstreit darauf bestanden, das der Name „Children of Bodom“ nicht weiter verwendet werden darf, beschloss Alexi Lahio mit neuen Mitstreitern und unter dem Banner „Bodom After Midnight“, die Ära von „CoB“ fortzusetzen. Doch zu mehr wie einer 3-Songs EP kam es anschließend nicht mehr, da Alex Lahio überraschend tragisch verstarb. „Paint the Sky with Blood“ ist also als der unfreiwillige Abschluss der Finnen zu betrachten. Ob man mit „Bodom After Midnight“ je wieder an alte Erfolge anknüpfen hätte können, bleibt ein unbeschriebenes Blatt. Fakt ist jedoch, das die letzten Werke wieder nah an den Anfangszeiten kratzen. Der Titeltrack ist definitiv ein Hit, wütend und schnell wie man „CoB“ kennt. „Payback’s A Bitch“ grooved wie eine Dampfwalze und das Finale mit „Where Dead Angels Lie“ glänzt als über 6 minütiger Epic Metaller. Wer weiß was hier noch alles möglich gewesen wäre.

Unterm Strich glänzen „Bodom After Midnight“ nach ihrer Umbenennung nochmal kurz auf. Schade das der Beginn einer neuen Ära auch gleich dessen Ende darstellt. Es hätte so etwas wie ein Comeback für „CoB“ sein können, doch hätte, hätte, Fahrradkette – es bleibt ein unbeschriebenes Blatt, worüber Fans aber sicherlich noch lange spekulieren werden.

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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.