Saxon – Inspirations

Tja, welchen Teufel haben Paul Quinn, Biff Byford und Co. denn jetzt geritten? Nach ihrer Schandtat mit Orchester auf Wacken, hauen „Saxon“ auch gleich in die nächste No-Go-Kerbe hinein und veröffentlichen tatsächlich ein völlig unnützes Cover Album, welches man frecherweise auch noch mit „Inspirations“ betitelt. Bei herkömmlichen Covern von „Led Zepppelin“, „Motörhead“, „Beatles“ und den „Stones“, ist das an Einfallslosigkeit garnicht mehr zu überbieten, zumal man sich wie die meisten Kollegen, nicht einmal die Mühe gehabt hat, die einzelnen Songs neu zu interpretieren. Alles wird einfach im typischen „Saxon“-Sound 1:1 nachgeschreddert, was einer Unterstellung der typischen Cash Cow durchaus gerecht wird. Natürlich klingen da manche Songs durchaus wuchtiger als im Original, sind auch auf „Inspirations“ fast alle Originale der „Saxon“ Version vorzuziehen. Lediglich dem „Beatles“ Cover „Paperback Writer“ mag ich eine Verbesserung zugestehen, da ich John Lennon und co. noch nie etwas abgewinnen konnte. „Paint in Black“ (Rolling Stones“), „The Rocker“ (Thin Lizzy), „Hold the Line“ (Toto), „Immigrant Song“ (Led Zeppelin), „Bomber“ (Motörhead), „Evil Woman“ (Black Sabbath) und „Problem Child“ (AC/DC) strotzen nur so vor Langeweile. Das ist ist bei aller Liebe, die ich an „Saxon“ hege, einfach ein Mega Gau.

Unterm Strich eine Veröffentlichung, die sich „Saxon“ besser gespart hätten. Nichts ist sinnloser, als Genre Vertreter zu covern. Da kommt zu 90% nie etwas gutes heraus. Was man sich mit „Inspirations“ gedacht hat, bleibt zwar letztendlich nur Spekulation, doch den Vorwurf der schnellen Geldmache, müssen sich die Briten wohl oder übel gefallen lassen. „Inspirations“ reiht sich nahtlos in die Riege der lieblosen Cover Platten ein, wie sie zu Hauf in den letzten Jahren erschienen sind.

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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.