Krayenzeit – Staub und Tränen – Teil 1: Aus der Asche

„Krayenzeit“ waren in den letzten Jahren verdammt fleißig. Jedes Jahr erschien ein neues Album der Mittelalter Folk Rocker. Zudem haben sie sich auch noch ständig gesteigert. Nun aber wagen sich die Krayen das erste mal an ein Konzept Album heran, welches wie der Name schon verrät, wohl zumindest noch eine Fortsetzung mitsich bringt. Vielleicht wird Teil 2 auch etwas anspruchsvoller, denn mit „Staub und Tränen – Teil 1: Aus der Asche“ haben mich „Krayenzeit“ schließlich doch etwas enttäuscht. Obwohl das Album mit „Wir sind Geschichte“ echt gut anfängt, ist es insgesamt viel zu ruhig/Balladesk und eintönig gehalten, was man von dieser Band eigentlich garnicht erwartet. „Neue Helden“ und „Der Rabenfänger“ sind noch recht flott gehalten, wobei letzterer eher langweilig wirkt. Danach geht es hauptsächlich nur noch in einen arkustischen Beigeschmack über, was aber nicht heißen soll, das alles schlecht ist. Der Titeltrack „Staub und Tränen“ ist ganz schön gemacht und das super ruhige und fast schon akapella gehaltene „Unsterblich“ gefällt mir ansich auch recht gut. Wenn es dann doch mal etwas flotter wird, überzeugen „Im Bund der Krähe“, „Durch den Sturm“, „Willkommen im Nichts“ nur mäßig. Bei „Küss den Frosch“ versucht man sich mit Elektro abzuheben, was meiner Meinung nach aber ziemlich laienhaft klingt. „Mein Bruder“ wirkt ebenfalls langweilig, lediglich „Je länger, umso lauter“ hat eine schöne Melodie, könnte aber auch etwas fetziger sein und die Klavier Ballade „Schwerelos“ ist auch noch nett anzuhören. Das ist aber alles ziemlich mager und zu untypisch für diese Band.

„Staub und Tränen – Teil 1: Aus der Asche“ ist einfach nicht das, was man sonst von „Krayenzeit“ gewohnt ist. Man hält sich hier meiner Meinung nach mit dem eigenen Potential ziemlich stark zurück und wirkt oftmals ziemlich langweilig. Die typischen Ohrwürmer und flotten Songs, fehlen hier beinahe gänzlich. Das mag sicherlich am Konzept dieses Albums liegen, doch mir hat es leider nicht so doll gefallen. Ich würde mich lieber wieder über ein herkömmliches „Krayenzeit“ Album freuen.

Über Sari Louvre 99 Artikel
Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.