Accept – Too Mean To Die

Seit dem Comeback mit Mark Tornillo am Mikrofron, haben “Accept” bis heute fünf neue Studioalben veröffentlicht. “Blood of the Nation”, “The Rise of Chaos” und “Blind Rage” waren allesamt starke Kracher, während “Stalinggrad” etwas schwächelte. Auch in diese Riege lässt sich das aktuelle “Too Mean To Die” einordnen. Viel falsch machen kann man mit “Accept” zwar ohnehin nicht, doch muss sich das aktuelle Werk auch gefallen lassen, das es an Klasse im Vergleich zu den Vorgängern etwas mangelt. Zwar hat das Album ordentlich Schmiss, kommt aber diesmal auch nicht über den Status “Gut” hinaus. Letztendlich ist das aber auch meckern auf hohem Niveau.

Der Beginn der Platte ist dabei durchaus wuchtig. “Zombie Apocalypse” als Opener erweist sich auch gleich als die stärkste Nummer. Generell ist es nie verkehrt, mit einem knackigen Ohrwurm in ein Album zu starten. Dazu der treibende Titeltrack, welcher in bester “Accept” Manier durch die Boxen schmettert und das 80er Jahre angehauchte “Overnight Sensation” entfachen einen Start nach Maß. Was kann da noch schief gehen? Normalerweise nicht viel, doch Wolf Hoffmann und co. schaffen es danach nur selten das hohe Nivau zu halten. Zwischen einer Stange an Album Tracks können schließlich noch das kernige “No Ones Master”, Symphony of Pain” und “How Do We Sleep” ordentlich mitreißen.

Mit vorherigen Krachern kann “Too Mean To Die” zwar nicht mithalten, darf aber wieder zu den guten “Accept” Alben gezählt werden. 6 von 11 starken Metal Granaten, das ist per se auch garnicht so übel. Was will man mehr?

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.