Viper Queen – Surrender to the Bite

Wie aus dem Nichts, erscheint mal wieder eine dieser Neo Retro Bands wie ich sie gerne nenne. Old School ist schon lange wieder IN und „Viper Queen“ sind eine weitere Band, die sich auf alten „Old but Gold“ Pfaden bewegt. Das Münchener Quartett gründete die Band bei einem gemütlichen Trinkabend im März 2019 und hat seitdem ihre erste EP mit 6 Songs fertig gestellt. Dabei entfacht „Surrender to the Bite“ ein richtiges Sucht Potential. Musikalisch zwischen W.A.S.P., Judas Priest, Mötley Crüe oder Skid Row angesiedelt, ist für den Retro Fan alles dabei, was das Metal Herz der alten Schule begehrt. Dazu schrille Frisuren, Leder Outfits und das typische Cover Layout für die damalige Zeit, machen diese Band zu einem echten Kind der 80er Jahre. Das dieses besondere Jahrzehnt auch nach über 40 Jahren noch so beliebt ist, beweisen „Viper Queen“ auf ihrer ersten EP mit furioser Spielfreude und Kompetenz. Dabei ist es kaum zu glauben, das die Platte erst jetzt entstanden ist. Der Sound ist einfach 110% Retro. Kein Neuzeit Geschnörkel, sondern volles Brett 80’s Metal.

Den Auftakt macht der Knaller „Call of the Viper“, der von einem kurzen Intro eingeleitet und mit Sicherheit auch der zukünftige Opener auf den Konzerten sein wird. Sänger Mosi Hollywood erinnert gesanglich einwenig an Vince Neil, daher sind die Weichen schon automatisch perfekt gestellt. In „Black Thunder“ hat man sich deutlich an Blackie Lawless und seiner Truppe orientiert. Der Bass von Säsch Vegas wummert und das eingängige Drumfeuer von Tommy D(L)ee? 😉 treibt die Nummer nach vorn. „Faceless Little Mistress“ hat diese typische 80er Jahre MTV Hair Metal Attitüde. Damals wäre dieser Song mit Sicherheit ein Hit geworden. Im Mittelteil glänzt Michael Wolf an der Gitarre mit fettem Solo. „Trapped in a Moment“ könnte auch von den „Metal Gods“ aus England stammen. Schnelles Gitarrengefrickel und Mosi macht einwenig auf Rob Halford. Weiter geht es mit Sägener Gitarre und einem weiteren typischen 80’s Metaller. „Electra“, macht nicht nur Spaß, sondern man fühlt sich auch weitgehend in der Zeit zurückversetzt. Zum Ende hin bekommt man mit „Jaded Heart“ noch einen schnellen Rausschmeißer geboten, wo das Quartett abermals die guten alten Zeiten aufleben lässt.

Unterm Strich ist diese EP eine verdammt gute Retro Perle. Man wünscht sich danach einfach mehr. Das erste Studioalbum wird hoffentlich nicht lange aufsich warten lassen. „Surrender to the Bite“ ist aktuell auf Bandcamp für erhältlich und sollte man sich nicht entgehen lassen. Absolute Kaufempfehlung unsererseits!

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.