John Diva & the Rockets of Love – American Amadeus

Eigentlich hatte ich mich sehr auf das zweite Album von „John Diva & the Rockets of Love“ gefreut, jedoch hat mich „American Amadeus“ im ersten Moment ziemlich enttäuscht. Vom schönen Glam Rock ist im Grunde garnichts übrig geblieben, stattdessen spielen sie jetzt eher modernen Hardrock, an den man sich auch als Liebhaber der „Mama said Rock’n’Roll is Dead“ erst einmal gewöhnen muss. Ich glaube, die Band wollte sich einfach ein eigenes Image verpassen, was ihnen aber einfach nicht gelingen kann. Schließlich hatten sie mit der 80er Glam Musik schon ihr Image in Stein gemeißelt. Jetzt erwartet man einfach das es in dieser Richtung weiter geht und bekommt schließlich etwas völlig neues vorgesetzt.

Trotzdem ist das zweite Album auch nicht so schlecht, wie es vielleicht beim ersten anhören wirken mag. „Voodoo, Sex and Vampires“ ist doch zumindest mal ein vielversprechender Anfang, der mir auch gefällt, doch der Namensgeber „American Amadeus“ ist furchtbar. Das klingt wie eine Mischung aus Falco mit E-Gitarren. „Soldiers of Love“ ist schön rockig und geht zumindest für einen Hauch zurück zu den Anfängen. Mit der ersten Single „Bling, Bling Marilyn“ wusste ich am Anfang nur wenig anzufangen. Sie klingt einfach nach typischen Charts, aber man gewöhnt sich daran. „Champagne on Mars“ wirkt eher wie 80s Pop und mit „Karmageddon“ kann ich auch nichts anfangen. Dafür ist „Weekend for a Lifetime“ ganz schön gemacht und „Wasted (In Babylon) rockt ordentlich. Zwischenzeitlich gibt es eine gute („Movin‘ Back to Paradise“) und eine eher mäßige („2 Hearts“) Arkustik Ballade. Bei dem Song „This is Rock’n’Roll“ habe ich mir eigentlich auch etwas anderes vorgestellt, als das, was es letztendlich ist. Eine weitere Ballade hätte man sicherlich unter diesem Titel auch nicht erwartet. Die zweite Single „Drip Drip Baby“ ist zwar ganz ok, aber mir fehlt weiterhin der WOW Effekt. Schließlich gibt es noch Drei Bonus Songs, die zumindest Hoffnung machen. „Star of Rock“ klingt endlich wieder einwenig nach John Diva und auch das flotte „Blonde Black Red Brunette“ kann mich auch noch einfangen. Die Orchester Version von „American Amadeus“ hätte aber echt nicht sein müssen. Das Original ist schon schrecklich genug.

Letztendlich hinterlässt das neue Album von „John Diva & the Rockets of Love“ ziemlich gemischte Gefühle. Es klingt eben wie eine Mischung aus 90er Jahre Hardrock und modernen Alternative Rock, aber nicht nachdem, was ich mit John Diva verbinde. Ich hoffe sie machen jetzt nicht auf dieser Spur weiter und kehren zu ihren Wurzeln zurück, sonst wird die Band mit der Zeit langweilig.

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