Dragony – Viribus Unitis

Drei Jahre sind nun wieder vergangen, seit das letzte Album „Masters of the Multiverse“ von „Dragony“ erschienen ist. Im direkten Vergleich hat die Österreichische Power Metal Band ihren Sound wieder etwas rauer gestaltet, was ihnen meiner Meinung nach, auch viel besser steht. Allerdings haben sie sich für mein Empfinden auch oftmals an „Rhapsody of Fire“, „Stratovarius“, „Hammerfall“, „Helloween“, oder „Gloryhammer“ orientiert, was ja generell nicht schlimm ist. Parallelen hört man dennoch öfters und ganz besonders bei „Darkness within“, oder „Legends Never Die“ heraus. Dennoch machen mir die etwas härteren Stücke durchaus Spaß. Mit „Gods of War“ und „Love you to Death“ bekommt man einen guten Einstand in das neue Album. Nicht ganz so kitschig wie bei „Masters of the Multiverse“ klingt der Song „Magic“, der in eine ähnliche Richtung geht. Entscheident ist hier wohl der Bass, der etwas mehr aus diesem, sowie dem nächsten Song heraus holt. Der Titeltrack „Viribus Unitis“ wurde stark Orchesterlastig aufgenommen. Das bringt eine menge epische Atmosphäre mitsich, knallt aber auch ganz schön. In manchen Songs hat man allerdings das Gefühl, das „Dragony“ etwas unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. „Golden Dawn“ ist z.B. so einer, sowie auch „Battle Royale.“ Beides schön melodisch, aber etwas mehr Gitarre, hätte nicht geschadet. In „Made of Steel“ packen „Dragony“ die Keyboards aus und spielen Metallastigen Pop. Zum Schluss gibt es noch einen Song auf Deutsch. „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh’n“ stellt einen Abgesang auf die Band-Heimat dar und ist bestimmt als Fun-Act zu verstehen. Zumindest kling es (eventuell auch unfreiwillig) einwenig komisch.

Es gibt eigentlich nicht viel zu kritisieren. „Viribus Unitis“ hat mir bis auf ein paar Kleinigkeiten gut gefallen. Größtenteils auch mehr als das letzte Album, was ich aber auch nicht schlecht in Erinnerung habe. Power Metal Fans können hier auf jeden Fall zugreifen.

Über Sari Louvre 99 Artikel
Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.