Raven – Metal City

Die NWOBHM Band „Raven“ ist mittlerweile schon so lange wie das dazu gehörige Genre selbst im Geschäft und hat bis heute 15 Studioalben veröffentlicht. Der neueste Streich aus dem Hause der Gebrüder Gallahager hört auf den Namen „Metal City“ und wuchtet mit der Intensität einer Abrisskugel auf der Plattennadel, das es eine wahre Freude ist. „Raven“ sind eben wie gehabt, die Jungs für’s Grobe!

Der Opener „The Power“ schmettert einem schon ein wahres Drumfeuer entgegen, das Metal Herzen höher schlagen lässt. Spätestens aber mit „Top of the Mountain“ ist man im gewohnten „Raven“ Cirkus angekommen. Wildes Riffing und das Schlagzeug gleicht einem MG Feuer. „Human Race“ legt sogar noch einen drauf, wenn die Newcastler den Presslufthammer aus dem Reportoire heraus holen und jegliche Metaller Mähne automatisch den Propeller macht. Leider stinkt der eher langweilig geratene Titeltrack hier gehörig ab und auch „Battlescarred“ kommt nicht so wirklich auf auf Hochturen, dafür fetzt das wilde „Cybertron“ ordentlich und sollte im zukünftigen Live Setting nicht fehlen. „Raven“ sind vorallem immer dann stark, wenn sie ihre ganze alte Klasse ausspielen, wie in etwa die musikalische Achterbahnfahrt in „Motorheadin‘.“ This Song is fucking crazy! Oder die Classic „Raven“ Retro Scheibe „Not so Easy“, sowie das Donnerwetter in „Break.“ Die längste Nummer kommt allerdings zum Schluss, wenn die Briten mit „When Worlds Collide“ einen über 6 Minütigen Midtempo Groover in „Metallica“ Niveau abliefern.

Unterm Strich ein typisch, schnelles „Raven“ Album, das an Härte noch eine Schippe zugelegt hat und sich kaum eine Blöße gibt. Zahlreiche Nackenbrecher geben sich die Klinke in die Hand, welche Fans und Nicht-Fans außerordentlich zufrieden stellen sollten.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.