Rumahoy – Time II: Party

Humor? Warum eigentlich nicht?! Lange Zeit waren „J.B.O.“ die einzige Kapelle, welche musikalischen Unsinn verbreitet haben. Als direkten Ableger seien wohl „Feuerschwanz“ zu nennen, die den Humor auch ins Mittelalter Genre brachten. Mittlerweile stehen dem auch „Knasterbart“ und „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ zur Seite und im Piraten Metal hielten lange Jahre die schottische Band von „Alestorm“ die Fahne des Blödsinns hoch. Mittlerweile hat sich aber auch hier ein Nachklapp breit gemacht. Die aus den USA stammende Pirate Metal Band „Rumahoy“ blödelt sich auf ihrem zweiten Album „Time II: Party“ (Flachwitz Schenkelklopfer) durch 10 Headbangschunkler die nicht nur im Vollsuff spaß machen. Ok, über den mit Techno und Rap Parts versehenden Song „Poop Deck Party“ (WTF?) in dem selbst „Alestorm“ Frontmann, Chris Bowes mitmischt (kaum überraschend), kann man diskutieren. Wer sich aber darauf einlässt, das der Song nichts weiter, als eine geballte Ladung Quatsch vermitteln will, hat selbst damit seinen Spaß. Düster und Heavy gehts stattdessen in „1000 Years of Dust“ zu. Hier zeigen sich „Rumahoy“ mal von anderer klanglich ausgereiften Seite. „Stolen Treasure“ kommt schon fast wie eine Ode an den großen Bruder „Alestorm“ gleich. Hier hat man sich ganz deutlich an den Schotten orientiert. Ansonsten gibt es eine ganze Reihe Pirate Metal Party Songs, die Live auf jeden Fall bestens zum Mitgröhlen geeignet sind. Neben Hymnen wie „Cowboys of the Sea“, oder der „Time to Party“, gibt es auch einige kindische Rangeleien wie „The Beer from my Town is better than yours“ oder das mit einem Augenzwinkern versehende „Full Mast.“

Unterm Strich also sehr unterhaltsame Kost, die zwar nicht an „Alestorm“ heranreicht, aber allemal Spaß macht und meiner Meinung nach zu unrecht, im Netz zerrissen wird.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.