Primal Fear – Metal Commando

Bereits auf ihrem letzten Album, konnten „Primal Fear“ nochmal ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Dem scheinen sie nun übermutig noch eins drauf setzen zu wollen, was mit dem provokanten Album Titel „Metal Commando“ auch deutlich gelungen ist. Die Band erklärt das Genre deutlich zur Chefsache und das mit Recht. Was Ralf Scheepers und sein Gespann um die Drei Saitenhexer Magnus Karlsson, Alex Beyrodt und Tom Naumann hier abliefern, ist im höchsten Maße Anspruchsvoll. Rythmen, Solis, Hooks und Melodic fahren die Mannen hier zur Höchstform auf. „Metal Commando“ bietet rhytmisch und temporeich eine riesen Bandbreite, die bis ins letzte Detail perfektioniert wurde. Dazu zählen vorallen die groovigen Uptempo Granaten „I’m Alive“, „Halo“ oder „Howl of the Banshee“, sowie grandiose Midtempo Stampfer ala „Along came the Devil“ und „The Lost & the Forgotten.“ Am Härtefaktor wurde zu keiner Zeit gegeizt. Die Gitarren hauen wohl dosiert und wuchtig genau in die richtigen Kerben. Heavy/Power Metal der besten Sorte. Dazu überzeugt Scheepers Gesang auf ganzer Linie, der nicht umsonst international zu den Top Sängern des klassischen Power Metals zählt. Neben der Ballade „I Will Be Gone“ überzeugen außerdem der wuchtige Schlachtruf „Raise your Fists“, sowie das an „Helloween“ angelegte, 13minütige „Infinity.“

Unterm Strich verspricht „Metal Commando“ also wirklich alles, was man mit dem Titel ausdrücken wollte. „Primal Fear“ haben in diesen Tagen das Kommando übernommen und sind ein weiterer, heißer Anwärter auf das Album des Jahres.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.