Judicator – Let there be Light

Auf „Judicator“ bin ich erst mit dem letzten Album „The Last Emperor“ gestoßen und fand diesen vielseitigen Mix irgendwo zwischen „Blind Guardian“ und „Judas Priest“ sehr reizvoll. Genau diese Art Musik bekommt man auf „Let there be nothing“ wieder geboten, jedoch noch wesentlich umfangreicher. Die Amerikaner bedienen sich dieses mal noch viel mehr der immer so herbei geschreiten Abwechslung und haben auch in Sachen Härte um einiges zugelegt. Vorallem erinnert Sänger John Yelland oftmals auch weiterhin einem Hansi Kürsch, so das der Einstieg mit dieser Band kaum schwer fallen sollte. Ziemlich auffallend ist auch die Tatsache, das die 8 Songs fast alle die 7 – 9 Minuten Laufzeit übertreffen. Das allein verspricht schon unheimlich viel Tempo und Melodienwechsel und so ist es schließlich auch. Besonders Klasse finde ich, das die einzelnen Songs sowohl als Power Metal und auch als Heavy Metal durchgehen können. Es ist diese gekonnte Brücke zwischen den einzelnen Titeln, die „Judicator“ immer wieder schlagen und sich nie sonderlich auf eine Seite festlegen. „Let there be Light“ und vorallem „Tomorrow’s Sun“ überraschen mit ordentlich Wumms, bevor man mit „Autumn of Souls“ und „Gloria“ nahe an „Iron Maiden“ anbändelt. In den 8 Minuten von „Strange to the World“ switcht man von schön rockig in balladeske Töne. Der Song geht unheimlich ins Ohr und ist mit „Autumn of Souls“ mein Favorit des Albums. Das längste Stück ist „Amber Dusk“, welches ebenfalls eine Ballade mit dicken Heavy Metal kreuzt, jedoch nicht ganz so stark wie „Strange to the World.“ Genauso wie „The Way of a Pilgrim“ finde ich beide Songs etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Namensgeber des Albums, geht zum Schluss nochmal gut ab.

„Let there be nothing“ ist knackig, sehr abwechslungsreich und wahrscheinlich noch eine Oktave besser als das Vorgänger Album. Mit „Judicator“ könnt ihr nicht viel falsch machen.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.