Ensiferum – Thalassic

Die finnische Folk Metal Kapelle „Ensiferum“ dümpelte auf ihren letzten Alben eher im Mittelmaß, doch scheint man in diesem Jahr, sich auf alte Stärken zu besinnen und wieder einen gelungenen Silberling vorzulegen. „Thalassic“ wird zurecht in der Presse wieder enorm positiv wahrgenommen. Die lange Durststrecke scheint bei folgenden Titeln ein Ende gefunden zu haben:

„Andromeda“ und „Cold Northland (Väunämöinen, Pt. 3)“ wüten in ihrer Berserkerartigen Art in ein gesundes Maß alter „Ensiferum“ Hits. Dabei scheuen sie sich auch nicht, (im positiven Sinne) dezent in „Running Wild“ oder „Alestorm“ Gefilden zu wildern. „Rum Woman Victory“ wird sich u.a. auch deswegen, mit Sicherheit in den nächsten Jahren in die Live Setlist festbeißen. Das 6 minütige „One with the Sea“ oder „For Sirens“, sorgen zwar für einige musikalische Neuheiten, doch insgesamt sind sich „Ensiferum“ als Folk Metal Band treu geblieben, was vorallem mit „Midsummer Magic“ verdeutlicht wird. Außerdem kommen in „The Defence of the Sampo“ oder dem flotten „Run from the Crushing Tide“ noch ordentlich Epic mit Wumms dazu.

Das ist unterm Strich herausragend. „Ensiferum“ tun gut daran, sich den alten Wurzeln wieder anzunähern. Mit „Thalassic“ ist das jedenfalls nahezu perfekt gelungen.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.