The Unity – Pride

Fleißig oder übereifrig? Mit „Pride“ veröffenlichen „The Unity“ bereits ihr drittes Album in 3 Jahren. Wo oftmals die Kreativität unter dem geringen Zeitmangel leidet, scheint diese Supergroup (im positiven Sinne wohlgemerkt) einfach den Kanal nicht voll zu bekommen. Das neue Studioalbum präsentiert sich frischer, melodischer und durchdachter als alles zuvor. Die Band wirkt nochmal ein ganzes Stück gereift und schmettert mit Ohrwürmern am Fließband umsich. Fetzige Power Metal Hymnen, gepaart mit Heavy Rock und AOR Boombast, veredeln das dritte Werk enorm. Und mag man es nun ähnlich sehen oder nicht, so wirkt das Nebenprojekt der „Gamma Ray“ Musiker schon fast durchdachter und stimmiger, als ihr eigentlicher Brötchengeber.

Während Songs wie der Opener „Hands Of Time“, oder „Scenery Of Hate“ noch ganz eindeutig dem Power Metal Sektor bedienen, setzen „The Unity“ auf „Pride“ allerdings überwiegend auf Stadion Hymnen und düstere Wellenbrecher. „Line And Sinker“, „Destination Unknown“ und „You Don’t Walk“ Alone“ stellen einen gekonnten Abgesang an die 80er Jahre AOR Szenerie dar, während man mit „Rusty Cadillac“ eher das Gaspedal durchdrückt und einen Heavy Rocker nach Maß abliefert. Dazu werden noch epische Dark Metal Einflüsse in „Angel Of Dawn“, „Damn Nation“ oder „Wave Of Fear“ eingestreut, die durchaus zu funktionieren wissen. Ein kurzweilig, melodischer Unterhaltungsfaktor!

Unterm Strich ist „Pride“ also ist ein wilder Genre Mix, der gekonnt und in schirr kurzer Zeit produziert wurde. Zugreifen lohnt sich allemal.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.