Vogelfrey – Nachtwache

„Magst du Mittelalter?“ – JA! So besingen „Vogelfrey“ nur einen von 10 Songs auf ihrem neuen Album „Nachtwache.“ Traditionelle mittelalterliche Klänge mit Metallastigen Riffs ist zwar nicht neu und eigentlich klingt die Band auch wie immer, dennoch macht auch das aktuelle Album wieder richtig spaß. „Nachtwache“ ist durchweg stimmungsvoll, ein Anspieltipp gestaltet sich da wirklich schwierig, da alle Songs wirklich hervorragend sind. Das Album beginnt mit der „Ära des Stahls.“ Der Song hat gewisse Power Metal Züge zu bieten und geht gleich flott ab. Das soll aber nicht so bleiben, denn „Schüttel dein Haupt“ ist gleich wieder purer, schwerer Mittelalter Metal. „Magst du Mittelalter“ hat nicht nur einen Gastsänger von der Band „Lord of the Lost“ zu bieten, sondern ist auch eine super Mitgröhlhymne für zukünftige Live Events. Mit „Sündenbock“ überrascht man Polit-kritisch. Bitte mehr solcher Songs von allen Bands! „Alptraum“ ist düster und heavy. Mir gefällt diese Abwechselung, die „Vogelfrey“ hier an den Tag legen. „Walhalla“ ist eine schön epische Ballade die nach der hälte der Spielzeit auch etwas rockiger wird. Gefällt mir sehr gut und ist wahrscheinlich auch der beste Song des Albums. Vorallem das sich die Band an dem Power Metal Genre bedient, finde ich sehr gelungen. Ebenso wie schon „Ära“ hat es auch „Midwinter“ getroffen, welches mir ebenso gut gefällt. „Spieglein, Spieglein“ ist nochmal ordentlich düster und melancholisch und zum Schluss gibt es mit „Auf St.Pauli“ noch einen Abgesang auf die Heimat der Band.

„Nachtwache“ ist nichts neues, aber abwechselungsreich und bis auf einen Song absolut gelungen. Lediglich „Metamnesi“ hat mir nicht ganz so gut gefallen, den Rest kann ich aber absolut empfehlen. Wer auf guten Mittelalter Metal steht, wird dieses Album definitiv mögen.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.