Rage – Wings of Rage

Sie sind einfach nicht tot zu kriegen, obwohl die letzten Alben mit zahlreichen Experimenten hart am Sargnagel gekratzt haben! Mittlerweile haben sich „Rage“ aber wieder darauf beschränkt, echten Metal zu spielen und das machen sie auf „Wings of Rage“ verdammt ordentlich. Das Album qualmt förmlich vor wilden Double Bass und Riff Ungeheuern. Das Peavy und sein Trio immer noch so frisch klingen wie vor 35 Jahren, muss man hier zusätzlich erwähnen. Der knackige Auftakt mit „True“ und „Let Them Rest in Peace“ lässt mich als alten „Rage“ Recken wieder ordentlich Headbangen. Der Titeltrack ist auch eine fette Hymne. Gleichzeitig wird mit „A Nameless Grave“ und „Shine a Light“ auch wieder die progressive Seite bedient. Richtig geil ist die Neuaufnahme des Klassikers „Higher Than The Sky“ geworden. „HTTS 2.0“ knüppelt noch aggressiver als das Original! I Like! Durchschlagkräftige Thrash Riffs wie bei „Chasing the Twilight Transition“ und „Let them Rest in Peace“ haben Neo Klassiker Potential. Da kommt das melodische „Blame it on the Truth“ ja noch fast Handzahm daher, wird aber vom pompösen „For those who wish to Die“ völlig überrollt.

„Rage“ sind zurück mit alter Stärke und wildern gewohnt immer wieder dezent im Progressive Metal Sektor. Das macht Laune! „Wings of Rage“ funktioniert, ist wohldosiert, gut durchdacht und mit alter Klasse gewürzt. Macht Appetit auf mehr!

 
Vince
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Keep Calm and listen to Heavy Metal ...an then released it all in the Moshpit!