Running Wild – Crossing the Blades

Mal wieder eine EP zu veröffentlichen, das haben die Heavy Metal Pirates unter Kapitano Rock’n’Rolf Kasparek schon ewig nicht mehr gemacht. Das aktuelle Mini Album bringt insgesamt 4 neue Songs des legendären Hamburger Urgesteins hervor. Die ganz großen Highlights sind zwar nicht dabei, dennoch kann man hier souveräne „Running Wild“ Kost verzeichnen. Der Titeltrack „Crossing the Blades“ kreuzt nicht nur übersetzt die Klingen. Der Song bringt auch absolut gewohnte Kost der Band. Das macht zwar Spaß, dennoch müssen sich Rolf und co. gefallen lassen, das „Crossing the Blades“ auch nur wie fast jeder andere „Running Wild“ Song klingt. Daran kann man sich stören, man kann es aber auch sein lassen. Immerhin bietet der Song ein gewaltig melodisches Solo vom Feinsten. Mit „Stargazed“ ist man Soundtechnisch immerhin etwas mehr in die Richtung der düsteren Anfänge der Band gegangen. Als großer „Kiss“ Fan outet sich Rolf mit dem Cover Song „Strutter“, den man in einer Heavy Metal Version sicherlich auch noch nicht gehört hat. „Running Wild“ haben den Song damit zwar auch nicht neu erfunden, aber das Cover ist durchaus hörbar, wenn auch insgesamt unnötig. Fällt also in die Kategorie: Kann man machen, muss man aber nicht. Zuguterletzt „Ride on the Wildside“, der ähnlich wie der Titeltrack funktioniert, aber keinen großen Knaller darstellt.

Unterm Strich bietet „Crossing the Blades“ gute „Running Wild“ Durchschnittskost, ohne große Highlights, aber für eine EP reicht das vorliegende Material allemal. Man muss eben auch im Hinterkopf behalten, das es sich hier nicht um ein Studioalbum handelt. Dennoch hätte der eine oder andere Song etwas mehr bieten können.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.