FreaKings – Rise of Violence

Time To Trash!

Wie der gleichnahmige Song auf „Rise of Violence“ geht es hier mit einer unglaublichen Dynamik zur Sache, die man seit den alten „Slayer“ Tagen nicht mehr im Thrash Metal Sektor gehört hat. Genauer gesagt, könnte das Schweizer Trio glatt als eine Art moderner Klon von Tom Ayra, Kerry King und co. durchgehen. Von einem billigen Plagiat sind wir dennoch weit entfernt. „FreaKings“ können sich stolz und mit erhobenen Haubtes, als eigenständige Old School Thrash Metal Band präsentieren und alte wie neue Fans begeistern. Wie ein Orkan fegen Jonathan Brutschin (Gitarre, Gesang), Toby Straumann (Bass) und Simon Straumann (Schlagzeug) über ihr viertes Studioalbum. Mit versiertem, Bretterharten Riffs und Berserkerhaftigen Drums stellt „Rise of Violence“ ein Album dar, von welchen sich so manch anderer, moderner Vertreter einen Happen abschneiden könnte. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Die 11 Knüppelharten Songs klingen, als hätte man mal eben 4 Jahrzehnte zurück gespült und obendrein die Pommesgabel des Perfektionismus über die gesamte Platte hochgehalten. Jeder Song wirkt insich perfekt, wuchtig und rund. Aussetzer leisten sich die „FreaKings“ nahezu keine. Als Anspieltipps seien an dieser Stelle lediglich mal der Titeltrack „Rise of Violence“, „Enemy Attack“ und „Time to Thrash“ genannt, welche im Grunde die Qualität der ganzen Platte wiederspiegeln. Abwechselung gibt es hier zwar kaum, ist aber auch garnicht nötig. Bei dieser Art Metal muss es einfach nur donnern und knallen wie in der tiefsten, lodernden Hölle. Dazu ein paar kernige Shouts und 100% Old School Attitüde. All das haben „FreaKings“ auf ihrem neuen Album in Bestform verkörpert. Zwar wurde an keiner Stelle das Rad neu erfunden und der Sound ansich ist auch bekannt, wurde aber mit soviel Hingabe verkörpert, das man ihn einfach gern haben muss.

Das ist zwar schlicht, das ist vielleicht altbacken, aber so lieben wir es und so muss sein. Wer also immer noch traurig darüber ist, das „Slayer“ in ihren verdienten Ruhestand gehen, sollte sich dringend einmal „FreaKings“ anhören.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.