Slipknot – We are not your Kind

Eine richtig fette Kiste! Wer hätte gedacht, das Slipknot nach „Iowa“ nochmal überraschen können? „We are not your Kind“ ist gewaltig experimentierfreudig, verrät aber nie den eigenen, kranken Sound, den ich von der ersten Minute an vergöttert habe. „Red Flag“ oder „Orphan“ z.B. sind immer noch klassische Trommelfellzerstörer, welche klingen, wie aus früheren Tagen der Maskenmacker. „Unsainted“ wurde fein mit Gothic angehustet und drischt gewohnt durch alle Ecken. Bei „Birth of the Cruel“ hat man dezent mit industriellen Elementen gearbeitet und auch sonst schreit der Track einen gewaltig an. Und wer sich jetzt noch richtig fetten Percussions Einsatz zurück wünscht, wird in „Nero Forte“ bestens bedient. Außerdem werden Slipknot hier sogar noch teilweise musikalisch. Klingt komisch, ist aber so! Das Album beinhaltet aber auch extrem schräge Songs wie „Spiders“ oder „My Pain.“ Hat mit Metal nichts zu tun, ist einfach nur bekloppt und erzielt bestimmt eine Wirkung, wenn man gerade etwas breit ist haha. Selbst „A Liar’s Funeral“ beginnt als Ballade?! Driftet später allerdings in eine psychotische Metal Nummer ab. „Not Long for this World“ und „Solway Firth“ knüppeln hier auch noch ordentlich und zwischendurch gibt es immer wieder mal instrumentale Zwischenspiele.

Die Platte ist ziemlich Strange, aber einzigartig. So hat man Slipknot auf alle Fälle noch nie gehört. Kreativer, kranker Scheiß. I Like!

 
Vince
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Keep Calm and listen to Heavy Metal ...an then released it all in the Moshpit!