Harpyie – Aurora

Die Folk Metal Band „Harpyie“ aus Ostwestfalen hat in diesen Tagen ihr fünftes Album „Aurora“ veröffentlicht. Auf „Anima“ hatte man noch den Metal Anteil enorm angezogen und den Berserker richtig wüten lassen. Auf dem neuen Album fährt die Band nun einen Gang zurück und besind sich wieder mehr auf den Folk Anteil. Versteht mich nicht falsch meine Lieben, auch dieses Album ist wieder schön laut und rockig, aber nicht ganz so pikant wie bei seinem Vorgänger. Darum finde ich „Aurora“ auch so gelungen. Es bietet durchgehend eine mittelalterliche Mischung aus Metal und Folk mit wie immer tollen Texten. Sei es das rauhe „Morgenstern“ zum Einstieg oder der indirekte Titeltrack „Sternenfeuer“, der einem unglaublichen Ohrwurm gleich kommt. Die Selektierung der einzelnen Songs fällt auf dem ersten Blick, etwas merkwürdig aus. In der erste Hälfte geht es meist etwas ruhiger zu. Die lauten Songs haben sie sich größtenteils für die zweite Hälfte aufgespart, aber das ist ja letztendlich sowieso egal. Zwischendurch gibt es richtig tolle Balladen wie „Nichts mehr“, „Atlantis“ oder „Inferno“ und wer es etwas lauter mag, wird auf „Aurora“ auch sehr gut bedient. Das Seemannslied „Manntra“, das knackige „Ikarus“ und das fast schon donnernde „Vendetta“ versprechen Metallastige Hymnen, die wie jeder Song auf dem Album ebenfalls direkt ins Ohr gehen. Außerdem reihen sich noch das düstere Stück „Blut und Spiele“, sowie das melancholische „Winternachtstraum“ in diese Riege ein. Somit ist alles vertreten und auch viel Abwechselung gegeben.

„Aurora“ ist ein richtig gutes Album, das sich keine Aussetzer leistet und das Mittelalter Genre definitiv wieder bereichern wird. Mittlerweile sind „Harpyie“ auch nicht mehr aus der Szene wegzudenken und gehören für mich auch eindeutig zu den oberen Plätzen.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.