J.B.O. – Wer lässt die Sau raus?

J.B.O. bleiben wohl eine Wundertüte. Man weiß einfach nie, was man von ihnen bekommt. Ich mag die Band ja persönlich sehr, doch man muss auch so ehrlich sein, das Hannes, Vito und co. immer an ihren ersten Drei Alben gemessen werden. Was danach geschah, war meist durchwachsen und selten gut. Das neue Studio Album „Wer lässt die Sau raus“ ist leider auch wieder nur Durchschnitt. Natürlich haben sie immer wieder hier und da ihre Hits, doch das Gesamtprodukt ist dann doch eher mager. Wirklich viel gefallen habe ich an dem Album nicht gefunden. Unter den 15 Songs ist sehr vieles der Langweile verfallen. Wenn erst der Dritte Song („Wer lässt die Sau raus“) wirklich spaß macht, darf man schon mal kritisch sein. Der Titeltrack ist auch wirklich gut. Da kommt endlich wieder J.B.O. Feeling auf. „Hoffen und Bangen“ gefällt mir auch sehr. Schön rockig und lustig. Alles hat ein Ende, nur der „Durst“ hat keins, ist für mich ebenfalls ein gelungenes Blödel Cover, doch danach kann ich nur noch an „Weil’s Quatsch ist“ (Can’t touch this) und an „Happy Birthday“ gefallen finden. Das Ständchen für Metalfreunde, ist schon ulkig, aber sonst ist eigentlich nichts besonderes mehr auf dem Album zu finden. Das ist aber auch ok, weil man J.B.O. seit Jahren nicht viel mehr geboten bekommt. Ein neues „Explizite Lyric“, „Laut“, oder „Meister der Musik“ wird für immer Wunschdenken bleiben.

Das Album selbst kann ich also nicht unbedingt empfehlen, aber eine Handvoll Songs sind auf jeden Fall wieder gelungen.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.