Hell’s Guardian – As Above so Below

Für die schon lang totgenudelte Death Metal Szene, sind die Italiener von „Hell’s Guardian“ eine echte Überraschung. Das noch recht junge Epic Melodic Death Metal Quartett, kann aktuell zwei Studioalben und eine EP vorweisen, die enorm stimmig daher kommen und trotzdem ordentlich in die Gehörgänge böllern. Das aktuellste Werk „As Above so Below“ wurde im letzten Jahr veröffentlicht und zündet gleich von der ersten Minute an. Hier treffen kompetente Growls, auf melodischen Klargesang und brutale Death Metal Riffs, im epischen Gewand. Bereits der Titeltrack ist absolut Hitverdächtig, doch auch „Blood Must Have Blood“ geht meiner Meinung nach noch wesentlich mehr ins Ohr! Bereits zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich begeistert, weil endlich mal wieder eine Band aus dem ganzen Einheitsbrei der Death Metal Szene heraus sticht. Ein definitives Highlight der Platte stellt für mich das 7minütige Epic Meisterwerk „90 Days“ dar, welches mit Tempowechsel, Schmetterdrums und fantastischer Melodie zu Glänzen weiß. „Hell’s Guardian“ können es aber auch mal ruhiger angehen, was vor allem der mit Gastsängern beteiligte Song, „My Guide My Hunger“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Das Ding ist wohl zweifelslos das melodischste Stück auf „As Above so Below.“ Aber auch die zweite Zusammenarbeit „Colorful Dreams“ überzeugt durch seine enorme Energie mit Fremdeinwirkung. Das viele Köche den Brei verderben, muss ja schließlich nicht immer zutreffen und das ist bei „Hell’s Guardian“ wahrlich nicht der Fall. Mit „I Rise Up“ hat man auch noch einen Song an Bord, der sich langsam als Midtempo Stampfer aufbaut und in einem episch-melodischen Metalmassaker endet. Vergessen wir nicht die zwei instrumentalen Stücke „Over the Line“ und „Waiting…for Nothing“, die ein nettes Gimmick darstellen, sowie diverse straight-to-the-top Metaller wie „Crystal Door“, „Lake of Blood“ und „Jester Smile“, die ordentlich auf die 12 gehen.

In Sachen Epic, Melodic und Death, haben „Hell’s Guardian“ einen gelungenen Mix hingelegt und beweisen ein enorm musikalisches Verständnis, jegliche Elemente schon fast in Perfektion miteinander zu verbinden. Eine Kapelle die man definitiv im Auge behalten sollte.

Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.