Subway to Sally – Hey!

Die Pause und somit das lange warten ist endlich vorbei. Nach 5 Jahren haben „Subway to Sally“ sich wohl selbst noch einmal neu erfunden und vermischen auf „Hey!“ rauen Heavy Metal mit flockigen Pop und arkustischen Mittelalter Klängen. Das vorliegende Ergebnis gefällt mir so gut, wie noch kein Subway Album zuvor. Was Ingo Hampf, Eric Fish und co. hier leisten, ist außergewöhnlich und sehr abwechselungsreich geraten. Dabei variiert oftmals auch das Tempo. Nichts wurde dem Zufall überlassen und trotzdem bleibt im Herzen alles gleich. Subway haben sich musikalisch zwar nochmal sehr vielseitig gesteigert, sind aber im Kern die Selben geblieben. Allein schon das Violinen-Metal-Stück „Island“, direkt zu Anfang zeigt, das sich die Band, erfrischend weiter entwickelt hat. Die lateinische Hymne „Imperator Rex Graecorum“ oder das harte „Messias“ untermalen jenes nochmal deutlich. Das Album dürfte von der ersten Sekunde an, jeden Mittelalter Fan in den Bann ziehen. Spätestens mit dem richtig tollen Ohrwurm „Die Engel steigen auf“, hatte „Hey!“ einen besonderen Status bei mir erreicht. Die ruhigen und teils instrumentalen Stücke „Anna’s Theme“ und „Am tiefen See“ bleiben Geschmackssache, aber auch in der zweiten Hälfte hat das Album noch einiges zu bieten. „Selbstbetrug“ und „Bis die Welt auseinanderbricht“ sind schön rockig. Vorallem das noch etwas flottere „Alles was das Herz will“ hat es mir richtig angetan und das sehr Metallastige „Ausgeträumt“, kommt einer weiteren Hymne gleich. Der Song der dem Album seinen Namen gibt, kommt ungewöhnlicherweise mal zum Schluss. „Hey!“ ist auch gleichzeitig das kürzeste Stück des Albums und wirkt eher wie eine Art Outro, da es nur einen Nanana-Chor und keinen Text besitzt. Von einem Titeltrack erwartet man sicherlich auch etwas anderes, aber davon gibt es auf dem neuen Album auch genug, so das man auf jeden Fall auch mal in der Art überraschen kann.

Mir hat „Hey!“ richtig gut gefallen. „Subway to Sally“ haben eine starke Mischung geschaffen. Natürlich geht es dieses mal, viel mehr in die Richtung Metal, aber das Mittelalter wurde dabei nicht vernachlässigt. Ich kann euch das Album nur wärmstens empfehlen.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.