Manowar – The Final Battle (Part I)

Manowar machen schluss und das endgültig. Eine finale Tour, sowie das dazu gehörige Album werden das Ende der True Metaller einleiten, die sich natürlich nochmal mit einem großen Knall verabschieden möchten. Doch der glorreiche Abschied stand bisher unter keinem guten Stern. Erst kürzlich wurde der langjährige Gitarrist, Karl Logan wegen Besitzes von Kinderpornographie verhaftet und wird die finale Tour nicht mehr miterleben. Und schließlich die Verkündung, das das letzte Album auf Drei EP’s verteilt, nach und nach veröffentlicht wird. Von der sinnfreien Vermarktung mal ab, haben sie sich bisher auf dem aktuell vorliegenden „The Final Battle – Part 1“ alles andere als mit Ruhm bekleckert. So sehr ich „Manowar“ auch schätze, aber sie fangen schon wieder damit an, mit klassischer Musik und epischen Chören rapide zu nerven. Das hatten sie 2007 schon mal auf der „Gods of War“ gebracht und scheinen nach dem zwischenzeitlichen Wiedergutmacher „The Lord of Steel“, erneut den gleichen Fehler zu begehen.

„The Final Battle – Part 1“ beinhaltet die ersten 4 neuen Songs des späteren Gesamtwerkes, wobei man hier eher von 90% brachialer Langweile sprechen muss. „March Of The Heroes Into Valhalla“ geht noch als Intro durch und ist durchaus verschmerzbar, aber was später folgt, ist schon fast eine Frechheit. Zunächst aber erstmal der anschließende Opener „Blood And Steel.“ Hier versucht man eine Art „King of Kings“ zu kopieren, was nicht wirklich gelingt. Der Song ansich ist in Ordnung, aber kein Überflieger. So und dann? „Sword Of The Highlands“ klingt, als hätten „Manowar“ zum „Herrn der Ringe“ oder viel mehr nach Braveheart gewechselt. Epic True Baladd Cheese? Ok das haben „Manowar“ schon öfter gemacht, aber wuchtige Stampfer, wie man sie von der Band gewohnt ist, sucht man weiterhin vergebens. Den Vogel schießen sie allerdings mit „You Shall Die Before I Die“ ab. Kirchenchor, runtergepitschter Prolog Gesang von….ja wer singt das denn eigentlich? Eric Adams hört man sicherlich nicht heraus. Diese düstere Midtempo Nummer klingt schon fast mehr nach Black Metal, aber in keinster Weise nach „Manowar.“

Als Einleitung für das finale Album, haben Joey DeMaio und seine Mannen jedenfalls schon mal tief ins Klo gegriffen. „The Final Battle – Part 1“ beinhaltet rein garnichts, was man von Manowar hören möchte. Keine stampfenden Kracher, keine Hymnen, nur ein durchschnittlicher Songs und Drei mal Bullshit. Somit ist der Auftakt schon mal eine derbe Enttäuschung. Ich befürchte, der noch kommende Rest wird kaum besser sein.

Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.