Avantasia – Moonglow

Ein weiteres mal lässt Tobias Sammet seine Symphonic Metal Oper „Avantasia“ freien Lauf und hat das neue Album „Moonglow“ vor ein paar Tagen veröffentlicht. Nachdem in den letzten Jahren einwenig die Luft heraus war, haben Avantasia nun zum Teil wieder die Kurve bekommen. Ich muss aber auch gleich dazu sagen, das sie ihre große Magie, gleich zu Anfang sehr flott verschießen. Da bekommen wir nämlich mit „Ghost in the Moon“, „Book of Shallows“ und dem Titeltrack „Moonglow“, Drei fantastische Meisterwerke geboten, die das restliche Album völlig in den Schatten stellen. Gerade das Metalmusicalartige „Ghost in the Moon“ finde ich unheimlich toll. Ein gute Laune Song der wie so oft in einem typischen, 10minütigen Avantasia Epos ausartet und nicht mehr aus den Ohren heraus will. „Book of Shallows“ ist etwas rasanter. Tobias Sammet wird hier durch Hansi Kürsch von Blind Guardian und Mille Pentrozza von Kreator am Mikrofon tatkräftig unterstützt. Die beiden Gastsänger verpassen dem Song die richtige Mischung. Anschließend folgt ein unheimlich schönes Duett zwischen Tobias Sammet und Candice Night. Die Sängerin von Blackmore’s Night verleiht dem Song „Moonglow“ echte Gänsehaut. Ich könnte es aktuell immer wieder hören. Während „The Raven Child“ völlig andere Wege geht, scheinen die großen Hymnen erstmal völlig verpufft zu sein. „Starlight“, „Invincible“, Alchemy“ und „Lavender“ finde ich persönlich eher schwach und das Flashdance Cover „Maniac“ sogar wirklich furchtbar. Erst mit „The Piper at the Gates of Dawn“ geht es wieder aufwärts, welches von „Requiem for a Dream“ nochmal überboten wird. Am Besten gefällt mir aber der Abschluss Song „Heart“, von den letzten Dreien. Trotzdem kommen diese leider nicht an die ersten Songs auf „Moonglow“ heran.

Es ist etwas durchwachsen. Die Hälfte des Albums ist gut bis sehr gut, aber dem Rest fehlt das gewisse Etwas. Immerhin ist „Moonglow“ wieder ein besseres Avantasia Album mit einigen tollen Hymnen.

Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.