John Diva & The Rockets of Love – Mama said Rock is Dead Album Release Show – Stadthalle Hagen 08.02.2019

Sie sind die ultimative Wiederbelebung der 80er Glam Szene, seit ihrem Wacken Auftritt sehr begehrt und in aller Munde. Da unser kleines Redaktionstrio die Band im letzten Jahr schon im Vorprogramm von Vixen gesehen und mich persönlich sehr begeistert hatte, musste ich unbedingt zu dieser Album Release Show in die Stadthalle Hagen, welche ja auch noch nicht einmal 30 Minuten Fahrt von unserem Standort entfernt liegt. Da diesmal der Vince gefahren ist, konnte er zumindest auch mal kein Bier trinken. Das tut ihm auch mal ganz gut. 😉 Die Stadthalle war sehr modern und auch nicht gerade klein. Bis zu 800 Besucher sollen da gewesen sein, aber man bekommt ja auch kaum ein zweites mal eine Release Show einer amerikanischen Band, auf deutschen Boden und dazu fast vor unserer Haustür geboten. Während Klein Sari sich also erstmal am Merchandising Stand ein Tank Top und das Album von John Diva gekauft hat, waren Countii und Vince schon direkt vor der Bühne, um uns die besten Plätze zu sichern. Diesmal standen wir zum ersten mal wirklich direkt ganz vorne, obwohl schon soviele Leute vor uns in der Halle waren. Das war auch sehr angenehm mal völlig freie Sicht und die Menge hinter sich zu haben.

Mad Max

Als Vorband waren Mad Max im Programm, die ich persönlich auch sehr schätze. Mein Dad hat die früher immer gehört und mir quasi auch die Leidenschaft übertragen. Und zusätzlich kommen sie ja auch noch aus meiner alten Heimat Münster. Wenn das nicht sympathisch ist, weiß ich auch nicht. So hatte ich immerhin doppelten Grund zur Freude, weil gleich zwei Bands spielten, die ich sehr mag.
Die ersten 45 Minuten gehörten also ganz der Kultband aus Münster. Unter den 8 gespielten Songs waren die Hälfte vom neuen Album, das ich ja persönlich nicht so toll fand. Trotzdem hatten sie mit „Running to Paradise“, „Beat of the Heart“ und „Thirty 5“ die besten Titel dabei. Leider auch „D.A.M.N.“, das mir nicht so zugesagt hatte. Außerdem spielten sie noch „Fallen from Grace“, die Klassiker „Night of Passion“ und „Lonely is the Hunter“, sowie das Sweet Cover „Fox on the Run“ zum Abschluss. Hier muss ich sogar zugeben, das mir das Cover Live viel besser gefallen hat, als die Studio Version. Mad Max haben auch gute Stimmung gemacht und ich habe mich sehr gefreut, sie endlich einmal Live gesehen zu haben.

John Diva & The Rockets of Love

Der Umbau ging diesmal wirklich flott und das Bühnenset was sich bisher noch hinter dem Vorhang verbarg, war wirklich beeindruckend. John Diva & The Rockets of Love starteten mit einer grandiosen 80er Jahre Einlage. Pyrotechnik, Feuerfontänen, Tonnen von Lametta, das von der Decke regnete, Background Sängerinnen und tanzende Cheerleader auf der Bühne. Wow. ich war echt angefixt. „Get it On“ war auch gleich der erste Song, der als Opener wirklich nicht besser hätte gewählt sein können. Nur das Lametta war im Nachhinein nicht ganz so schön. Überall hatte man es hängen und sogar teilweise unfreiwillig mit nach Hause genommen *lach. Es war auch hinterher ziemlich rutschig auf dem Boden. Viel tanzen ging da leider nicht, sonst wäre man sehr schnell hingefallen. Die ersten 5 Songs stammten alle vom aktuellen Album. Nach dem tollen Start mit „Get it On“, ging es mit „Whiplash“, „Lolita“, „Blinded“ und „Wild Life“ weiter. John Diva & the Rockets of Love zogen schnell alle Zuschauer in den Bann, die wirklich außer sich waren. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit. Danach ging es mit einer Flut von Covern weiter. Mit „Here I Go Again“ (Whitesnake), „I Was Made For Loving You“ (Kiss), „I Love Rock’n’Roll (Joan Jett), „Always“ (Bon Jovi) und „Hush“ (Deep Purple) heizten die Rockets dem Publikum mindestens genauso ein, wie deren Originale. Danach gab es wieder 3 Songs vom aktuellen Album. „Rock’n’Roll Heaven“, „Dance Dirty“ und „Just A Night Away“ und ich wusste längst, das ich meinen Album Kauf nicht bereut hatte. Die Songs waren bisher allesamt toll.
Das Schema ging im gleichen Modus weiter. Es folgten nun wieder 3 Cover Songs. „Poison“ (Alice Cooper), „Livin‘ On A Prayer“ (Bon Jovi) und „Paradise City“ (Guns N‘ Roses). Bei „Livin‘ On A Prayer“ war ich allerdings etwas enttäuscht. Nicht wegen dem Lied, sondern weil im jenen Lied John Diva von der Bühne kam, am Gitter entlang lief und alle die ihn erreichen konnten, abklatschte. Countii hatte als Einziger von uns Glück und bekam einen „Rock’n’Roll Handshake“ *lach. Da bin ich ja etwas neidisch und genervt, das meine Arme zu kurz waren…immer auf die Kleinen. 😉 Gleichzeitig hatte aber auch schon der letzte Akt begonnen. Nun spielten sie einen wilden Mix von den noch verbliebenen Songs des neuen Albums und weitere Cover von damals. „Long Legs in Leggins“, „We’re Not Gonna Take It“ (Twisted Sister), die selbstbetitelte Band Hymne „Rocket of Love“, „Toxic“, sowie das von der Band selbst veröffentlichte Cover „Don’t Stop Believin 2017“ (Survivor) und „You Gotta Fight for your Right to Party (Beastie Boys)“ zum Schluss.

Es war wirklich eine tolle 2 Stunden Show, die mit viel Herzblut an die damalige Zeit ausgerichtet war. Alle 12 Songs vom eigenen Album, sowie sämtliche Cover der „Ultimate 80’s Show“ aus früheren John Diva Zeiten wurden an diesem Abend gespielt. Insgesamt 22 Titel, die uns in eine schöne Zeitreise zurück versetzt haben. Ich hatte wirklich großen Spaß und wer mag kann gerne mal auf unseren Youtube Kanal schauen. Dort gibt es wie immer einige Highlights die unser Countii mitgefilmt hat.

 
Sari Louvre
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Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.

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