Mirror of Deception – The Estuary

Doom Metal – spielt das heute überhaupt noch jemand? Ja selbstverständlich! Man hört leider nur sehr wenig, bis garnichts aus dieser Sparte, da heutzutage Death, Black, Power und klassischer Heavy Metal die Szene dominieren. Gerade deswegen ist es sehr erfrischend, mal wieder Doom Metal zu hören, welcher sonst hauptsächlich im Underground stattfindet. Mirror of Deception – ein schwäbisches Quartett, das seit 28 Jahren dem Genre treu ist, 5 Alben produziert hat, aber auch mit vielen Besetzungswechseln zu kämpfen hatte. Vom letzten Album „A Smouldering Fire“ bis heute, vergingen satte 8 Jahre, bis „The Estuary“ das Licht der Welt erblickte. Das Album wurde im Darklandcity Studio des langjährigen Freundes und Wegbegleiters Michelle Darkness (End of Green) aufgenommen und entfaltet sich mit einer derartigen Wucht, das sich das lange Warten auf jeden Fall gelohnt hat.

Ganze 8 Songs, die mit ihrer düsteren, Midtempolastigen, harten Grundstimmung, mal so richtig fett um die Ecke schießen. Mit „Splinters“ hat man auch gleich den richtigen Song gewählt, um die geballte Energie direkt auf den Hörer übergehen zu lassen. „Orphans“ bleibt da nicht minder im Ohr hängen. Ein Mitgröhl Refrain durch und durch. „At my Shore“ und das melodische „Magnets“ werden nicht ganz so von Wut und Verzweiflung angetrieben, wie seine Vorgänger, sind aber deswegen kaum schwächer. „To Drown A King“ ist schließlich reiner Epic Doom! Ein enorm treibendes Riff, das sich im Gehör förmlich fest setzt. Das lässt sich ebenso auf „To Dust“ übertragen. „Divine“ bietet nochmal einen exelenten Ohrwurm und das brilliant, seichte „Immortal“ eignet sich ganz hervorragend zum majestätisch, epischen Abschluss des Albums.

Rundum eine klasse Scheibe, die dazu verleitet, mal wieder mehr Doom zu hören. Mirror of Deception haben sich da einen perfekten Grundstein zum Comeback verschaffen. Bleibt letztendlich nur noch zu hoffen, das sich Doom wieder mehr in den Fordergrund der Neuzeit spielt.

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