Metal Church – Damned if you Do

Mit „Damned if you Do“ veröffentlichte die lauteste Kirche der Welt nun ihr mittlerweile 12tes Studio Album. Das letzte verbliebende Gründungsmitglied und Gitarrist Kurdt Vanderhoof, kann zumindest mal wieder auf ein langfristiges Line Up blicken. Steve Unger und Rick Van Zandt spielen nun auch schon über ein Jahrzehnt in der Band. Lediglich Stet Howland, der im letzten Jahr die Schießbude neu besetzte und natürlich das Comeback von Sänger Mike Howe anno 2015, komplettieren Metal Church. Dabei erweist sich „Damned if you Do“ wie sein Vorgänger schon zwar als souveränes Metal Album, ohne jedoch an alte Klänge anzuknüpfen. Das war aber ohnehin nicht zu erwarten, jedoch kommt es Metal Church durchaus zu Gute, das Mike Howe seit einigen Jahren wieder mit an Bord ist.

Schauen wir uns die 10 Tracks der neuen Scheibe mal genauer an, stellen wir direkt zu Beginn, die im ersten Moment ungewöhnlichen „Huuuuuuum…..huuuuuuum“ Gesangseinlagen des Openers und Titeltrack „Damned if you Do“ fest, die sich aber perfekt in den Song eingliedern. Der wummernde Song mit melodischen Chorus gehört definitiv zu den Highlights des aktuellen Albums. Auch der Nachfolger „The Black Things“ geht vollkommen klar. Druckvoll und mit dezenter Iron Maiden Attitüde weiß die Nummer zu gefallen. „By the Numbers“ besticht durch schlichtes Riffing in typischer Metal Church Manier, hat aber durchaus seinen Charme. Der beste Song des Albums stellt allerdings „Revolution Underway“ dar. Enorm stimming und Ohrwurm tauglich, überzeugen Metal Church auch mal melodisch. Leider versingt die Qualität anschließend ins Mittelmaß. Die Songs sind zwar immer noch schön heavy, mangeln aber an überzeugender Durchschlagskraft. „Guillotine“, „Rot Away“ und „Monkey Finger“ können teilweise nur durch gutes aber auch stumpfes Riffing ins Ohr gehen. „Into the Fold“ bietet immerhin wieder Abwechslung und darf zu den besseren Album Tracks gezählt werden. „Out of Balance“ lässt jedoch nochmal aufhorchen und knüpft nahtlos an den Beginn des Albums an. Geiler Song! Zum Schluss noch der Rausschmeißer „The War Electric“, der mit donnernden Drums schön wuchtig erscheint und im Chorus einwenig an alte Judas Priest Werke erinnert. Allerdings kommt dieser ebenfalls nicht über Album Track Status hinaus.

„Damned if you Do“ ist durchwachsen. Von 5 Krachen bis 5 mittelmäßigen Tracks ist alles dabei. Dennoch gibt es keine wirklich schlechte Kost auf die Ohren. Selbst der Durchschnitt hat seine Daseinsberechtigung, so das „Damned if you Do“ für meinen Geschmack dann doch deutlich seinen Vorgänger „XI“ übertrifft. Das Album ist sicherlich nicht die hellste Kerze auf dem Metalkuchen, kann aber auf jeden Fall als ein sehr stimmiges Metal Album im großen Teich des Genres verzeichnet werden. Fans können getröst zugreifen.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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