Warkings – Reborn

Auf dieses Debüt der Norwegischen Power Metal Band „Warkings“ habe ich sehnsüchtig gewartet, da mir bereits die Single „Gladiator“ sehr gefallen hat. Warkings könnte man durchaus als Manowar des Power Metals bezeichnen, schließlich geht es inhaltlich ebenso um Schlachten, Götter und Epic. Das Konzept ist also nicht sonderlich neu, ebenso wenig wie ihre kitschige Kostümierung. Verkleidet als römischer Tribun, nordischer Krieger, Kreuzritter und Spartianer reihen sich die Norweger in eine lange Riege von Künstlern ein, die stets Inkognito auftreten. (Lordi, Ghost, Heavysaurus… um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.) Aber auch wenn die Warkings von Nachahmung geprägt sind, muss das ja noch lange nichts schlechtes bedeuten. Musikalisch ist die Band nämlich richtig stark und dürfte sicher alle Power Metaller aufhorchen lassen. Besonders für die Leute, die es nicht allzu weich mögen, bieten Warkings harte, flotte Rythmen, die Metalherzen definitiv höher schlagen lassen.

Schon von Beginn an, vermag „Reborn“ ordentlich mitzureißen. „Give Em War“ gefällt mir verdammt gut. Der Song geht gut ab und der Gesang ist klasse. „Never Surrender“ ist sogar noch etwas rauher gehalten, was Warkings aber spätestens im Refrain aufbrechen und sogar einen sehr dezenten, orientalischen Hauch mit einbringen. Auch dieser Song kann sich hören lassen. „Hephaistos“ klingt düsterer und härterer als die vorherigen Titel und nur wenig melodisch. Für Abwechselung ist also auch gesorgt. „Gladiator“ hat mich ja schon von Anfang an mitgerissen. Eine flotte Hymne zum abrocken. In „Holy Storm“ wird es wieder leicht orientalisch mit starken Chören und bei „Battle Cry“ habe ich mich schon gefragt, ob man einwenig bei Hammerfall abgeschaut hat. 😉 Bei „Fire Falling Down“ schleichen sich dann doch erste Schwächen ein, wobei man da wirklich auf hohem Niveau meckert. Im Song „Sparta“ hat man sich Unterstützung von Debauchery’s The Butcher geholt. Meiner Meinung nach aber too much. Das doofe Gegrunze sehe ich eher abwertet, weil es überhaupt nicht meinen Geschmack trifft, aber das mag ja jeder sehen und hören wie er möchte. „The Last Battle“ geht wenigstens wieder gut ab. Einen deutschsprachigen Bonustrack gibt es dann noch obendrauf. Die Ballade „Die Flut“ wurde nahezu Akzentfrei gesungen, was mich wirklich überrascht hat. Der Song bildet schließlich auch einen passenenden, epischen Abschluss für das Album „Reborn.“

Der Einstand ist also gelungen und Warkings können mit „Reborn“ bis auf 2 kleine Mäkel durchgängig unterhalten. Mir hat das Album sehr gefallen und Fans von Sonata Arctica oder Hammerfall, werden ganz besonders ihre Freude an „Reborn“ haben, aber auch generelle Power Metal Fans sei das Album wärmestens empfohlen.

 

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