Striker – Play To Win

Neo Retro Bands – in meinen Live Sendungen weise ich immer wieder darauf hin – sind aktuelle Bands, die den alten Stil des Metals nicht verlernt haben und wieder neu revolutionieren. Eine dieser Kapellen ist die hier besprochene Heavy, Speed & Thrash Metal Band „Striker“ aus Kanada. Auch mit ihrem 6ten Studioalbum sind die Mannen aus Edmonton zu unrecht leider noch viel zu unbekannt. Der große Teich des Metals lässt heutzutage ja bekanntlich, einfach nur noch die wenigsten Bands im Bekanntheitsgrad steigen. Somit kann man Striker auch gerne als Geheimtipp sehen, wenn man denn möchte. Ich persönlich möchte nicht, denn Striker sind deutlich mehr als das und definitiv im oberen Level anzusiedeln.

Das neue Werk „Play to Win“ ist eine gewohnte Wucht, die jedes Metalherz höher schlagen lassen. Allein das wuchtige „Heart of Lies“ als Opening mit seinen markanten Licks erregt enorme Aufmerksamkeit. Donnernde Drums, Harte Riffs und singende Melodic Taps, 80’s pur! „Position of Power“ wummert ordentlich, dazu typischer Old School Chorus. Passt!
„Head First“ könnte allein von seiner Melodie schon, auch aus alten Dokken Tagen stammen und „On the Run“, sowie „The Front“ wahre 80er Perle darstellen. Ein wahrer Wah-Wah-Wahnsinn. Striker sind mMn ohnehin DIE BAND die die 80er Jahre verinnerlicht haben, wie keine andere. Leider kann der Titeltrack „Play to Win“ da nicht ganz mithalten, erinnert aber an so manch andere Hymne aus der alten Zeit, welche mir gerade nicht in den Kopf schießen wollen. Striker können es auch mal ruhiger angehen lassen. „Standing Alone“ ist eine typische Metal Ballade der genannten Zeit und punktet vorallem im hohen Gesang.
„Summoner“ hingegen ist der erste schwache Song auf „Play to Win“, den man wohl zweifelslos direkt weiter skipt und „Heavy is the Heart“ stellt auch lediglich nur gute Album Kost dar. Geht den Kanadiern am Ende wirklich die Luft aus? „Hands of Time“ wirkt eher wie ein kitschiger Mainstream Song, als ein würdiger Abschluss des neuen Scheibchens.

Unterm Strich ist „Play to Win“ mit seinem Touch zum AOR Rock wirklich gelungen, verliert aber zum Ende hin etwas seinen Drive. Dennoch ist das Album mit 6 guten und wuchtigen Songs von insgesamt 10, definitiv ein Hingucker, oder besser gesagt, ein Hinhörer?

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