Disturbed – Evolution

Disturbed ist so eine Band, die mich noch nie vollends überzeugen konnte. Die Alternative Metaler schaffen dies auch auf ihrem siebten Studioalbum „Evolution“ nicht, welches neben dem üblichen Disturbed Einheitsbrei, massig Charttaugliche, weinerliche Balladen mitbringt, die wir nur allzu bald schon im Lokalradio hören werden. Ist das noch Metal? Sicherlich nicht! „Ten Thousand Fists“ war wirklich in Ordnung und ist bis heute mMn das einzig hörbare Disturbt Album. Jeglicher Rest ist Alternative Grütze – ein Genre auf das ich ohnehin schon komplett verzichten kann. Was aber auf der aktuellen „Evolution“ geboten wird, ist größtenteils noch weichgespülter Mist für die Massen. Ich bin sicherlich der Letzte, dem das bei dieser Band in irgendeiner Form stören würde, aber auch eine neutral gehaltene Empfehlung lässt sich dadurch nicht aussprechen.

Was mit „Are You Ready“ und „No More“ noch ganz passabel, aber nicht wirklich reizvoll anfängt, wird zunehmend zum Brechreiz Faktor. „A Reason to Fight“, „Hold on to Memories“, „Watch you Burn“, „Already Gone“, das Live Duett „The Sound of Silence“ mit Myles Kennedy, der überaus bekloppte „Are You Ready“ Remix und der Rausschmeißer „Uninvited Guest“ sind eine ganze Riege von Songs, die die Welt nicht braucht. Obligatorische Teenybelustigungssender werden sich die Hände reiben. Was ne Grütze.
Daneben versucht man zwar mit klassischen Disturbed Stoff zu punkten, was aber zu keiner Zeit wirklich gelingen mag. „In Another Time“ kann ausnahmsweise wieder halbwegs überzeugen. „Stronger on your Own“ wirkt allerdings schon wieder wie eine nur leicht zu hart geratene Radio Nummer.
„Saviour of Nothing“ grooved zwar ordentlich, wurde aber unnötig zu melodisch gehalten und kommt im Chorus zu soft daher. „The Best ones Lie“ ist völlig verunglückt und „This Venom“ geht gerade so als Durchschnitt noch irgendwo klar.

Und selbst wenn man es noch so gut mit Disturbed und ihrem seltsamen Genre meint, ist auch „Evolution“ zum größten Teil wieder einmal Erwartungsgemäß ein unterdurchschnittliches Irgendwas. Alternative war nie mein Genre, Disturbed waren nie meine Band. Beides wird wohl auch nie der Fall sein, dennoch könnte man neutral betrachtet, zumindest eine Fan Empfehlung abgeben – MAN KÖNNTE! Auf „Evolution“ kann man aber keine wirklichen Brecher oder absolute Must Have Titel finden. Da ist beim besten Willen Hopfen und Malz verloren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*