Axxis – Monster Hero

Das ich absolut kein Fan von Axxis bin, sollte aufgrund vergangener Reviews klar geworden sein. Die Band hat in ihrer langen Diskographie, beginnend 1989, insgesamt nur 4 gute Alben veröffentlicht. Das Debüt „Kingdom of the Night“, dessen Nachfolger „Axxis II“ und das 2014 erschienende Doppelalbum „Kingdom of the Night II (Black Edition) & „Kingdom of the Night II (White Edition).“ Alles andere war entweder Durchschnittskost, oder meiner Meinung nach größtenteils mist. Nach dem letzten Rohrkrepierer „Retrolution“, oder mit Blick auf die allgemeine Qualität der Band, vermag ich nur noch ungerne einen Blick auf jedes weitere Axxis Werk zu riskieren. Nun schießen sie nach nur einem Jahr schon die nächste Scheibe hinterher und man kann aller Erfahrung desto trotz, überraschenderweise mal wieder etwas positivere Zeilen hinterlassen. Das aktuelle „Monster Hero“ ist nämlich garnicht so schlecht, wie im Vorfeld erwartet. Tatsächlich servieren die 5 Musiker rund um das letzte verbliebende Original Mitglied und Sänger Bernhard Weiß, eine wirklich ordentliche Kost, im Hardrock Bereich.

Titeltrack und Opener „Monster Hero“ funktioniert recht passabel. Danach steigt die Qualität enorm. „Rock is my Religion“ und vorallem das treibene „Glory of the Brave“ können sich wirklich hören lassen. Vorallem scheinen die Songs diesmal allesamt deutlich hörbar, an Härte zugenommen zu haben. „Gonna Be Tough“ und „Firebird“ machen alleine nicht nur deswegen schon ordentlich Spaß. Hier hat man offenbar endlich wieder die richtige Mischung gefunden. Der coole Midtempo Groover „We are Seven“ untermalt das dargebotene einmal mehr als positiv. „Give me good times“ geht direkt ins Ohr und „All i want is Rock“ liefert zusätzlich noch ein schweres Riff dazu. Selbst der Rausschmeißer „The Tragedy of Mr. Smith“ funktioniert mit seinen rollenden Power Riffs. Axxis toben sich auf „Monster Hero“ wahrlich aus.

Unterm Strich scheinen sich Axxis ja doch noch alle paar Jubeljahre einmal Mühe zu geben. Unter den 12 Songs + 2 Raw Mixes sind keinerlei Ausfälle zu verzeichnen und das bekommt man von Axxis wirklich selten geboten. Ob die raueren Versionen von „Rock is my Religion“ und „All i want is Rock“ einen Mehrwert besitzen muss jeder für sich entscheiden. Audiovisuell unterscheiden sie sich nur sehr geringfügig vom Original. Aber ob mit oder ohne, muss man hier so ehrlich sein und festhalten, das „Monster Hero“ endlich mal wieder ein gutes Axxis Album darstellt. Ein Fan werde ich zwar nicht mehr, aber für das aktuelle Album gehört auf jeden Fall eine Empfehlung ausgesprochen.

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