Galactic Empire – Episode II

Es war einmal vor einer langen Zeit, in einer weit weit entfernten Galaxis….
Eins muss man den Schergen des Universums ja lassen: Sie sind ganz schön fleißig. Bereits ein Jahr nach ihrem Debüt, legt die Star Wars Metal Band den aktuellen „Episode II“ Longplayer nach. Doch was beim letzten mal noch als ein irrwitziges Konzept, mit interessanten Metal Versionen der John Williams Kompositionen überzeugte und so manches Grinsen nicht verborgen geblieben lies, erweißt sich beim zweiten Streich als etwas schleppend. Den Musikern kann man aber absolut keinen Vorwurf machen. Die einzelnen Stücke sind wieder gewohnt sehr leidenschaftlich und im orchestralen E-Gitarren Gewand, in Metal interpretiert worden und können sich allesamt, für sich allein gestellt, absolut hören lassen. Jedoch leiden Galactic Empire meiner Meinung nach auch an ihrem eigenen Konzept, denn es ist völlig klar, das wenn die Band mit diesem Schema noch lange existieren will, auch sämtliche Kompositionen durchnudeln muss, die das Star Wars Universum hergibt. Und so hat man sich dieses mal größtenteils nicht wirklich an die klassischen Themes gehalten, sondern mehr die neueren Filme beschallt. Das diese nicht gerade mit den absoluten Highlights von John Williams glänzen, erklärt sich fast von selbst. „Episode II“ mangelt wa es daher an Wiedererkennungswert. Zwar wird ordentlich geknüppelt, geschreddert und feinste Melodic Licks über die Turbobretter gejagt, doch so wirkliches Star Wars Feeling will sich dieses mal nicht einstellen. „Episode II“ klingt mehr nach einem sehr guten intrumentalen Metal Album, als nach der altbekannten Sci-fi Mär. So ist es auch nicht verwunderlich, das sich all diese Kritikpunkte erst dann von selbst einstellen, wenn Galactic Empire wieder zur ursprünglichen Trilogie zurückkehren, was aber leider erst in den letzten 4 Tracks der Fall ist. Beginnend mit „The Departure of Boba Fett“, welches sich im Vergleich zum melancholischen Original als echtes Metal Brett herausstellt, kommt endlich wieder echte Star Wars Stimmung auf. Das düstere „The Emperor“ wirkt eine ganze spur bedrohlicher, vorallem aber schneller und lauter! Ein episches Metal Werk. Da kann einem schon mal die Spucke wegbleiben. „Into the Trap“ funktioniert ebenso fantastisch. Von nun an fliegen imperiale Jäger im Heavy Metal Soundgewand zum Angriff. Und zum Schluss noch das 8minütige Meisterwerk „The Battle of Yavin (Launch form the Fourth Moon)“ das einfach ganz fantastisch in Metal funkioniert. DAS will man von Galactic Empire hören!

Unterm Strich ist „Episode II“ Handwerklich natürlich wieder überragend, krankt aber an seiner eigenen Philosophie und man wird in Zukunft als logische Konsequenz, noch viele weitere, belanglose Star Wars Theme’s „vermeddeln“, um so viel Alben wie möglich zu produzieren. Dennoch bleiben ja auch immer noch genug klassische Theme’s übrig, die Galactic Empire in Zukunft beschallen dürfen und auf diese kann man sich immer wieder gesondert freuen. Was die Band aus diesen Stücken macht, ist nämlich absolute Klasse. Alles andere bleibt Geschmackssache.

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